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Es gibt für alles eine App. Außer für Wein.
Montag, 21. Juni 2010

App ist die Abkürzung für Application, was nichts anderes als Anwendung bedeutet, also ein Programm. Erdacht hat das Ganze die Firma Apple und zwar für den iPod touch, das iPhone und neuerdings fürs iPad. Und da besonders die letzten beiden Dinger für Nerds und Fanboys das sind, was die Bibel mal im Mittelalter war, nämlich ein bedingungsloser Kaufgrund, sind auch die Apps ein Renner.
Etliche gibt es kostenlos, umfangreichere Dinge wie Spiele bekommt man aber meist nicht für lau. Der Durchschnittspreis aller Apps liegt dabei um die drei Euro.
Dass Apple auch ordentlich Kritik für seinen App-Store einsteckt (u.a. hier), soll hier zwar nur am Rande, aber dennoch nicht unerwähnt bleiben.
Trotzdem gibt es zum jetzigen Zeitpunkt fast 200.000 verschiedene Apps. Und darunter sollten sich doch eigentlich auch einige zum Thema Wein finden lassen?!

Im amerikanischen App Store gibt es ungefähr 100 verschiedene Wein-Apps, im deutschen sind es dann nur noch rund 30.
Damit entgeht einem auch der Parker’s Wine Buyer’s Guide. Denn einfach mal von Deutschland aus im amerikanischen App Store einkaufen geht natürlich nicht. Es ist eben immer noch einfacher sich aus Nordkorea eine Kiste Handfeuerwaffen schicken zu lassen, als ein paar Megabyte Daten gegen Bezahlung, auf den persönlichen Computer, aus dem befreundeten Ausland zu laden. In diesem konkreten Fall ist das auch nicht schlimm. Die „Parker“-App ist mit 35$ nicht nur recht teuer, sie bekommt im User Rating gerade mal zwei Sterne („don’t like it“) und schrammt damit knapp am Lone Star („hate it“) vorbei.

Zur Jubelei besteht aber trotzdem kein Grund, denn was in Deutschland bisher angeboten wird ist… nun sagen wir mal, so spannend wie Dornfelder in der Dose.
Beispiel gefällig? Kein Problem, ich habe mal willkürlich ein paar kostenlose Apps ausgewählt.

BadenWein

Kommt von der Badischer Wein GmbH und soll ein „echter Mehrwert und genau das richtige für” … mich sein.
Die Aufmachung folgt der Designline von Badischer Wein und ist demzufolge gar nicht so schlecht.
Inhaltlich gibt es auch das, was man auf der Webseite findet. Allgemeines, Pressetexte, die Weinempfehlungen von Natalie Lumpp und aktuelle Wein- und Winzerfeste.
Dazu die entsprechende Winzersuche, auch unter Einbeziehung des jeweiligen Standortes. Was für ein mobiles Gerät nicht so ganz unnützlich sein kann. Auch wenn ich damit nicht so viel anfangen kann, für ne kostenlose App gar nicht so übel.

Die großartigen Weine aus Médoc

Tja. Eine total lieblos zusammengestückelte Gurke von WineSpace Inc., mit dem Charme einer PowerPoint Präsentation. Im Prinzip nichts anderes als eine Liste der entsprechenden Weingüter und einer popeligen Karte. That’s it. Keinerlei weitere, brauchbare Infos. Dazu kommen Werbeeinblendungen, die den Mist finanzieren sollen. Sinnlos.

Weingüter Lite

Die kostenlose Version von Weingüter. Die Gestaltung ist zwar auch mittelprächtig, aber der Inhalt geht deutlich über das, was einem von den „großartigen Weinen aus Médoc“ angeboten wird.  Was allerdings auch keine große Kunst ist.
Diese App soll angeblich einen Weinführer in Buchform ersetzen. Und so gibt es in der “leichten” Version eine sehr, sehr, sehr überschaubare Auswahl  (Sachsen: 1. Weingut, Saale-Unstrut: 2 Weingüter) an Winzeradressen und –informationen aus Italien und deutschsprachigen Anbaugebieten. Allerdings soll auch die Vollversion nicht gerade üppig ausgestattet sein.
Da „die Informationen [...] durch die Weingüter selbst bereitgestellt“ werden, dürfte auch klar sein, warum.
Immerhin gibt es bei denen die drin sind, Adressen, Öffnungszeiten, Rebsorten, Kontaktdaten und eine Map-Funktion wie bei BadenWein.
Das ist für lau zwar ganz nett, aber haben muß ich so was trotzdem nicht.

WineLedger

Eine App die es auch in einigen anderen (ausländischen) App-Stores gibt. Und theoretisch, gar nicht so dumm. Es  handelt sich um eine Art Wein-Notizbuch, eben für Notizen, Punktevergaben und was sonst noch. Dazu kann man ein frisch geschossenes Foto einfügen. So man denn ein iPhone hat, iPod touch oder iPad haben ja keine Kamera an Bord.
Notizen ist allerdings auch etwas übertrieben, denn man kann nur Begriffe aus einer Liste (Floral, Fruit, Oak, Spice…) verwenden.
Das macht allerdings nichts, denn speichern kann man seine Eingaben sowieso nicht. No chance. Da das offenbar nicht nur mir so geht, kann man sich diesen Datenmüll getrost sparen und fragen warum Apple das durchgewunken hat.

Wine & Vinatge free

Viele Worte in der Beschreibung, die sich auf ein Wort zusammenfassen lassen. Trinkreifetabelle. In der Free-Version nur mit den „wichtigsten Weinregionen Frankreichs“. Also Bordeaux und Burgund, meint man. Mit einem, sich drehendem Barrique und selbst füllenden Weingläsern, die grafisch die bisher aufwendigste App. Trotzdem lässt der Spieleffekt nach ca. 4,37 Sekunden nach. Die Vollversion legt zwar noch die „relevanten Anbaugebiete Frankreichs, Spaniens, Italien und Deutschlands“ oben drauf, zieht mich aber auch nicht vom Hocker. Hat der passionierte Weintrinker sowieso schon dutzendmal rum liegen. Wozu also noch eins…

winez

Das soll jetzt ein „Geheimtipp“ sein um „immer den richtigen Wein für den richtigen Anlass“ zu haben. Weinsnobs können sich hier also ausblenden. Das Ganze ist wohl eher für GelegenheitstrinkerInnen gedacht, die gerne mal in Brigitte oder GQ blättern.
Allerdings merkt man schnell, das die Sache ziemlich willkürlich und unausgegoren ist. Das englische Original blitzt immer noch unter einem dünnen deutschsprachigen Mäntelchen durch und ein paar holländische Rest-Erklärungen geben einem den selbigen. Und spätestens jetzt merkt man, dass man damit Kunde eines niederländischen Onlineweinshops werden soll. Sinnlos. Again.

Fazit

Natürlich gibt es noch ein paar weite Apps. Aber von Welt-Wein-Jahrgängen, Weinjahrgängen, Weinquiz, Weinkellerverwaltungen und Trinksprüche-Sammlungen haben wir schon in der Offline-Welt schon genug.
Nee, das war nix. Wirkliche neue, schöne Sachen finden sich unter dem Thema Wein nicht und richtig Mühe hat sich auch kaum einer gegeben. Die meisten Apps sind mehr oder wenig erfolgreiche Portierungen von vorhanden Webseiten, Sinnlosratgebern, Wein-Groschenheftchen oder Billigprogrammen. Im besten Fall ganz nett und kostenlos. Im schlimmsten Fall ein Haufen Nullinfos, für die man zwar nicht viel, aber immerhin Geld bezahlt hat. Mit dieser Einschätzung liege ich auch nicht allein, denn kaum eine Anwendung kommt über zwei Sterne („eher nicht“) in der Kundenbewertung.
Dabei bieten Apps durchaus eine Menge Chancen. Wie so was geht zeigt mal wieder die Vermarktungsmaschine um Jamie Oliver. „20 Minute Meals“ ist nützlich, schön und vor allem explizit für diese mobile Plattform gemacht. Und die Mühe wird auch belohnt. Die App verkauft sich nicht nur ausgesprochen gut, sie hat auch einen der Apple Design Awards 2010 abgeräumt.
Gut, Rezepte gehen ja irgendwie immer, aber auch beim Wein würden mir ein paar witzige und nützliche Dinge einfallen.

Die neue Vinum. Bonum et malum? [Update]
Montag, 12. April 2010

Die neue Vinum ist seit einigen Tagen endlich da. Nun, ganz neu ist sie nicht, sondern gefacelifted. Laut Roland Köhler, seit einem Jahr Verleger, hat man „die Zeitschrift nicht neu erfunden, aber neu inszeniert“. Dazu gibt es von ihm eine Menge starke Worte „Glaubwürdigkeit“, „Authentizität“ und „Kompetenz“. Das Ergebnis soll eine „Mischung aus Innovation und Tradition“ sein. Da neben der Printausgabe, auch gleich der neue Webauftritt diesem Anspruch genügen soll, ist es an der Zeit sich beide neuen Geschwister einmal anzusehen.

Print

Schon die Headline ist anders. Der Name wurde glatt gezogen und präsentiert sich weniger in rot, als in blau-grau. Das brachte schon Assoziationen mit einer lilafarbenen Schokoladenmarke. Offenbar keimten auch im Verlag solcherlei Befürchtungen, also hat man sich nicht auf die Ergänzung „Europas Weinmagazin“ verlassen, sondern dem Ding noch schnell einen stilisierten Rotweinkelch angehängt.
Der Hinweis auf die einverleibte „Alles über Wein“ ist dabei auch gleich mit verschwunden.

Dergleichen umlackiert ist die VINUM auch auf dem ersten Blick bei Zeitschriftenhändler als neu zu erkennen. So man sie denn überhaupt entdeckt, denn der Signaleffekt der „alten“ Vinum hat optisch deutlich Federn lassen müssen. Finde ich.
Na gut, vielleicht macht es ja der Inhalt.
Hier lautet die Devise: Mehr Weißraum, also mehr unbedruckte Fläche. Das wirkt edler und sagt: Wir können uns was leisten, zum Beispiel unsere Seiten nicht bis in die letzte Ecke voll zu drucken. Kann aber auch den Eindruck erwecken, man hat nicht genug Material um es abzudrucken. Und genau dieser Eindruck kommt manchmal doch stark durch. Beispiel? Die Texte der Doppelseitigen Rubrik „Schöne Dinge“ hätten locker auf eine einzige DIN A5 Seite gepasst. Und warum ein Bang&Olufson Wecker eine ganze Seite in einem Weinmagazin einnimmt sei mal dahin gestellt. Möglich, dass sich ja mit solchen Teilen die ganze Redaktion wecken lässt? Oder man hat den Hinweis „Anzeige“ vergessen.
Auch die News Deutschland lassen manche Frage offen. Gut, dass Jauch jetzt Winzer und VDP-Mitglied ist zwar seit Wochen bekannt, mehr weiß aber auch die VINUM nicht zu berichten. Und dass Silvio Nitzsche in Dresden seine „WeinKulturBar“ aufgemacht hat, ist auch seit Ende 2007 nicht mehr so neu. Dass sie Weinbar des Jahres geworden ist allerdings schon, noch. Aber diesen Hinweis hat sich die VINUM eventuell für eine der nächsten Ausgaben aufgespart.
Und sonst? Es gibt einen Artikelmix à la „Wein-Kaderschmiede“ in Geisenheim über Rebsorten aus Griechenland, einem Interview mit Jancis Robinson oder einem Bericht über Claus Preisinger. Dazu kommt obligatorisches wie Weinwissen, Fragen an Johann Lafer oder ein Luxusweingut. Diesmal Château Petrus. Und sogar die Aktion WeinZwoNull.
Teilweise ganz nette Artikel. Für mich aber alles keine „Must Haves“. Und ob dies genügt  um Kunden zu halten oder gar zurück zu gewinnen? Das ist zu bezweifeln.
Dazu bekomme ich viele der angebotenen Infos früher und nicht immer unbedingt schlechter recherchiert. Aber, vielleicht überzeugt mich ja die Onlineversion? Schau’n mer mal.

Online

Um es vorweg zu sagen, die Website von vinum.de gehört zu den besten, was es als Weinmagazin im Internet gibt. Dies ist allerdings auch keine so große Leistung, da die Konkurrenz entweder nicht vorhanden oder nicht selten ohne wirklichen Informationsgehalt ist.

Vinum online

Hier hat man sich etwas mehr Mühe gegeben. Das Design orientiert sich an der Prinausgabe. Keine Innovation, aber immerhin besser als der Vorgänger und für eine Profiseite schon ganz ok.
Allerdings geht einem die flackernde Bannerwerbung ziemlich auf den Sack. Man hat die eigene Facebookseite eingebunden und auch ein Blog. Hinter diesem steckt Carsten Henn, welcher bislang sogar regelmäßig dort schreibt. Und auch nicht nur seine Artikel die sowieso schon in der Printausgabe stehen. Ob man am Anfang Dirk Würtz interviewt hat, um die Blogger „ruhig zu stellen“ kann ich allerdings nicht sagen. Bei mir hat es jedenfalls nicht gefruchtet. Denn, um Kommentieren zu können, muss man sich registrieren. Ein absolutes No-go-Area. So stellt man sich in Verlagen offenbar immer noch ein Blog vor.
Aber es gibt ja auch hier die Infos zu „WeinZwoNull – Der interaktive Wein“. Immerhin. Und sogar ein WeinZwoNull-Blog. Ach so, da hinter firmiert das schon abgehakte Blog von Carsten Henn. Dazu kann man sich aber alle(?) Artikel der Printausgabe als Vinum eMag ansehen. Wie das aussieht kann ich mir leider nur vorstellen, denn das eMag ist natürlich kostenpflichtig. Zu beziehen über den Abo Service:
„Als Vinum Abonnent profitieren Sie exklusiv vom Weinwissen führender Experten – in Magazin und Internet. Und von den neuesten technischen Möglichkeiten des Web 2.0. ” Aha.
Aber es gibt ja auch noch Videos. Und die sind sogar frei verfügbar. Weinwissen, mit einer animierten Reblaus im Pixarstil 1.0. Und so witzig wie Mario Barth.
Für die Onlineversion gilt trotz ein paar Web 2.0 Gimmicks das gleiche, wie für die Printausgabe. Nur, dass ich hier ständig das Gefühl habe, zum Abo gedrängt zu werden. Aber ohne mich vorher wirklich neugierig zu machen. Selbst der Joker WeinZwoNull kann da nicht wirklich punkten. Das Aha-Erlebnis fehlt einfach auch hier.
Für „Europas Weinmagazin“ ist das – für mich – zu wenig.

[Update]
Wie Carsten Henn in den Kommentaren richtig angemerkt hat, man kann nun auch ohne Registrierung im Vinum Blog kommentieren.

Dr. Niles Crane Quotes XVII.
Montag, 13. Juli 2009

NCWQ 17

Frasier: Niles! What fortuitous timing.  Er… you know the wine shop just called a moment ago?  It seems they’re down to their last two cases of the ’82 Chambolle-Musigny, so why don’t you dash right down there and stack it all up?
Niles: Okay… Hold it! … You know very well that in 1982 there was a drought in Bourgogne.  The locals dubbed it ‘The Year of the Raisin.’  And that wine was never sold by the case, only by the bottle… T.H. Houghton is here, isn’t he?

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Dr. Niles Crane Quotes XVI.
Sonntag, 31. Mai 2009

NCWQ 16

Martin: Come on, they’re great guys – Stinky, Wolfman, Boom-Boom, Jim. Of course his name’s not really Jim, we call him that because he likes to drink Jim Beam. Just like we call Hank ‘Bud’, because he drinks Budweiser.  Come on, you’d love these guys!
Niles: We’re sherry drinkers, Dad. Think about it!

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane. Martin is the father of Frasier and Niles.

Dr. (Niles) Frasier Crane Quotes XV.
Samstag, 4. April 2009

NCWQ 15

Daphne: What about someone from your wine club?
Frasier: Oh well truth be told Daphne, those people are insufferable bores unless they have a glass in their hands. Sherry, Niles?
Niles: Please.

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Dr. Niles Crane Quotes XIV.
Mittwoch, 18. Februar 2009

Niles Crane 14

Don’t mind me, just came in for some aspirin. Tannic acid gives me the tiniest headache. That’s the price I pay for drinking nothing but expensive wine.

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Bottle Shock
Freitag, 2. Januar 2009

BS

Bottle Shock ‘is a temporary condition of wine characterized by muted or disjointed fruit flavors’ und der Titel des Films von Randall Grahm Miller. Er basiert auf der Story der Weinjury von Paris. Jener Blindprobe, welche von Steven Spurrier 1976 organisiert wurde. Und bei der zum ersten Mal, die bis dato vorbehaltlos geachteten französischen Weine geschlagen wurden. Durch die bis dahin nicht ganz so beachteten Weine aus dem Napa Valley in Kalifornien.
Soweit die Vorlage. Und das waren bis auf einige Kleinigkeiten auch alle Gemeinsamkeiten mit dem Film.
Steven Spurrier (Alan Rickman) macht sich ins Valley auf, um dort Weine für seine Probe einzusammeln. Schließlich will er es den stocksteifen, arroganten Weinspiessern einmal zeigen. Ein guter Vorsatz, denn an deren Häufigkeit hat sich in der Weinszene auch nach 1976 nicht viel geändert. Leider verpufft dieser Effekt darin, dass die Spiesser eben nur die Franzosen an sich zu sein scheinen. Nun ja, man ist ja auch in einem amerikanischen Film und die Bösen sind ja schließlich das alte Europa. Auch sonst scheint man über Frankreich nicht viel zu wissen. Außer dass man dort in den 70ern (so wie heute?) praktisch ausschließlich La Déesse oder Döschewo gefahren ist und die Landschaft um Paris so ungefähr wie in Süditalien aussehen müsste. Zum Glück wird nicht ständig der Eifelturm durchs Bild getragen.
Im Prinzip spielen auch ca. 95% der Handlung in Kalifornien und um die Chateau Montelena Winery. Um dessen Eigentümer Jim Barret (Bill Pullman) und seinen Sohn Bo (Chris Pine), die es auch in echt gibt, wird alles gegeben. Lovestory, Vater-und-Sohn-Drama, Verkannter-Underdog-findet-endlich-Anerkennung. Und natürlich ein Happy End. Neben dem wunderbar poshy Alan Rickman erfreut auch die Kamera, so sie denn nicht gerade allzu kitschige Bilder liefert.
Wer also einen easy looking watching Film erwartet und wem schon Sideways gefallen hat, wird auch hier seine Freude haben. Wer auf eine authentische Darstellung der Weinjury von Paris und ein paar weniger Klischees erwartet, der wird wohl enttäuscht werden.
So man ihn überhaupt  zu sehen zu bekommt. Denn seit Sommer 2008 läuft er in ausgewählten Kinos, was für Deutschland Fehlanzeige bedeutet. Vielleicht auch gut so, denn die grassierende Kurzinfo ‘Komödie über die Anfänge des Weinbaus in Kalifornien im Jahr 1976′ zeugt von einer überaus hohen Sachkenntnis über Film und Wein an sich. Wie dem auch sei, für die Mainstreamkinos ist er unsynchronisiert wohl zu special und für die Programmkinos offenbar zu mainstreamig.
So kann man heutzutage zwar Unterwäsche in Australien ordern, aber in Zeiten von Video on Demand und superschnellem Internet bekommt man diesen Film nicht mal für Geld und gute Worte zu sehen.
Da bleibt einem nur, irgendwo auf der Welt das passende Kino zu finden oder auf die DVD zu warten. Und die lässt sich ab Anfang Februar auch in aller Welt ordern. Sofern dann die Regionalcodes mitspielen…

Dr. (Niles) Frasier Crane Quotes XIII.
Dienstag, 21. Oktober 2008

NCWQ 13

Frasier: Dear God, we’re out of sherry.

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Dr. Niles Crane Quotes XII.
Samstag, 6. September 2008

NCWQ12

Carla:  Hey, white-bread.  What could possibly be wrong on this most wonderful of nights?
Niles:  Oh, no offense, it’s just we had reservations at one of the finest restaurants in Boston, and instead we’re eating trail mix and drinking this… oh, dear God, it’s just labeled “Wine”.

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Fry and Laurie – Wine Tasting
Donnerstag, 28. August 2008

Bisher ist es mir doch tatsächlich entgangen, dass der wunderbare Stephen Fry und der ebenfalls nicht gerade schlechte Hugh Laurie in der 80ern und frühen 90ern eine Comedy Sendung unter dem Namen ‘Fry and Laurie‘ hatten.
Und natürlich ging es darin u.a. auch mal um Weinproben.
Kurz, aber gut:



(Direktlink zu Youtube)

Dr. Niles Crane Quotes XI.
Mittwoch, 13. August 2008

NCWQ 11

Frasier: Well, I did notice you put a bottle of ‘93 Pechie Beron on the grocery list last night.
Niles: So?
Frasier: That wine’s not even drinkable for two years!

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Dr. Niles Crane Quotes X.
Samstag, 5. Juli 2008

NCWQ 10

Niles: Em, our wine club is having a vertical tasting at the ‘Opus One’.
Martin: Oh, well, don’t drink too much.
Niles: It’s not like that, Dad, you don’t actually drink the wine.  You just swish it around and spit it out.
Martin: We all did that at Duke’s New Year’s Eve party.  Of course, it wasn’t wine, it was egg salad!

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Martin is the father of Niles.

Dr. Ni… Frasier Crane Quotes IX.
Mittwoch, 26. März 2008

NCWQ 9

Frasier: And hello to you, Seattle. Welcome to ‘The Wine Corner’. I hope you’re as excited about this new program as I am.
I offer myself as Sherpa, a guide, if you will, to lead you through the labyrinth of vintages and wine lists, chateaus and bodegas, and take you, hopefully, to a whole new level of sophistication.

… (later)

In summary, Linda, the year listed on the bottle is not an expiration date. So that wine from 1979 should be perfectly safe to drink.

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Dr. Niles Crane Quotes VIII. (Video Special)
Donnerstag, 7. Februar 2008

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane. Daphne Moon is the live-in housekeeper and physical therapist for his father Martin Crane.

Dr. Niles Crane Quotes VII.
Dienstag, 29. Januar 2008

NCWQ7

Niles: By the way, how are we going to explain to the wine club our arriving in a Winnebago?
Frasier: Just chalk it off to whimsy, Niles. We’ll call it our ‘Van Ordinaire!’

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Dr. Niles Crane Quotes VI.
Samstag, 12. Januar 2008

NCQ

Niles: Does she display below-average intelligence?
Frasier: She once ordered a bottle of white Zinfandel!
Niles: Jackpot!

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane

Dr. Niles Crane Quotes V.
Dienstag, 27. November 2007

NC WQ

Frasier: Here we are: one beer, and two glasses of wine. I’m sure it’s good, Niles, they opened a fresh box when they poured it.
Martin: What are you guys doin’ drinkin’ wine at a ball game? You should be drinkin’ beer.
Niles: Dad, I only drink beer when I eat German food. Which is to say, never.

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane. Martin is the father of Frasier and Niles.

Und weiter mit Werbung: Mr. Wine
Sonntag, 11. November 2007

Gerhard Polt und der ‘Südtiroler Bauernfeind’
Freitag, 2. November 2007

Gerhard Polt, nicht nur profunder Darsteller der bayerischen Spießbürgerlichkeit, sondern auch ein Kenner auf dem Gebiet der Spitzenweine.
Zu finden in ‚Warten auf Rudi Löhlein’ aus dem Jahr 1979.
Exquisit. Superb.

[via]

My Last Supper
Mittwoch, 31. Oktober 2007

MLS

Eigentlich sollte man meinen, dass nach dem ‘Ich habe meine eigene Kochsendung’-Kochbuch, dem ‘Ich war schon mal in einer Kochsendung’-Kochbuch, dem ‘Ich bin der Moderator einer Kochsendung’-Kochbuch, dem ‘Ich kann zwar nicht kochen, aber dumm rumlabern’-Kochbuch, dem ‘Ich habe schon einmal einen Koch gesehen’-Kochbuch, dem ‘Ich haben zwar keine Ahnung, aber mein Management hat gesagt, dass Kochbücher sich gerade gut verkaufen’-Kochbuch und dem ‘Ich war schon zweimal beinahe tot’-Kochbuch das Thema Kochbuch entgültig ausgebrannt sei.
Sollte man, denn jetzt gibt es ‘My Last Supper. 50 Great Chefs and Their Final Meals: Portraits, Interviews, and Recipes.’ (Unbezahlter Link zu Amazon) von Melanie Dunea.
Diese hat einfach mal 50 Köche gefragt, welches denn ihr letztes Mahl wäre, so sie denn die Wahl hätten.
Geantwortet haben Ferran Adrià, José Andrés, Dan Barber, Lidia Bastianich, Mario Batali, Rick Bayless, Michelle Bernstein, Daniel Boulud, Anthony Bourdain, Scott Conant, Gary Danko, Hélène Darroze, Alain Ducasse, Wylie Dufresne, Suzanne Goin, Gabrielle Hamilton, Fergus Henderson, Thomas Keller, Giorgio Locatelli, Masa Kobayashi, Nobu, Jamie Oliver, Jacques Pépin, Gordon Ramsay, Michel Richard, Eric Ripert, Marcus Samuelsson, Charlie Trotter, Jean-Georges Vongerichten, und und und…
Und als ob das nicht schon reichen würde, hat Annie Leibovitz die Köche auch noch ‘abgeschossen’. Im Time Magazine gibt es davon eine kleine Auswahl.

¿Qué?
Freitag, 19. Oktober 2007

Wenn man schon in den Achtzigern wusste wie man gute Werbung für Wein macht, warum geht so was heute eigentlich nicht mehr?! Ja gut, wir sind auch nicht in Großbritannien…

Der Wein ist übrigens ein 1983er Carte d’Or Riesling von Yalumba (u.a. auch Oxford Landing) und der Kellner Manuel (Andrew Sachs) aus der – von mir sehr geschätzten – englischen TV-Serie Fawlty Towers.

Der Film ‘The Whoopee Boys’ ist…
Dienstag, 9. Oktober 2007

…nicht wirklich in die Filmgeschichte eingegangen. Ob zu Recht kann ich nicht beurteilen, aber an der Weintasting-Szene kann es auf keinen Fall gelegen haben:

Direktlink zu You’Tasting’.

Dr. Niles Crane Quotes IV.
Sonntag, 7. Oktober 2007

NCWQ

Niles: May I see your wine list? … And I’ll try the… white.

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Wein spricht deutsch und Pigott über Wein [Nachtrag]
Donnerstag, 27. September 2007

WSD

Wenn man ein gerade erschienenes Buch als ‘Das Standardwerk zum Wein aus deutsprachigen Anbaugebieten’ bewirbt, ist man entweder größenwahnsinnig oder der Verleger von Stuart Pigott.
Letzterer hat mit ‘Wein spricht deutsch’ jetzt eine knapp 700-seitige Brumme in Form eines Buches vorgelegt.
Und tatsächlich hat man den Mund nicht zu voll genommen. Pigott ist ein recht netter Überblick über den deutschen Wein, besser den Wein aus deutschsprachigen Gebieten von Sachsen bis ins Elsass und von Südtirol bis nach Mecklenburg gelungen.
Natürlich tauchen ‘große’ und bekannte Namen wie Diel oder Tesch in Wort und Bild auf, aber auch ‘kleinere’ wie Zimmerling und Lindicke finden ihren Platz. Zusammen mit vielen Informationen und der lockeren Schreibe von Pigott, hinter der auch die anderen Autoren nicht zurückstehen.
Da solch eine Arbeit offenbar sehr stressen kann, wurde er von seiner Frau Ursula Heinzelmann, Chandra Kurt, Stephan Reinhardt und Manfred Lüer unterstützt. Lüer’s Anteil ist so umfassend, dass sein Name eigentlich auch auf das Buchcover gehört hätte.
Ein Buch welches wahrlich nicht knochentrocken ist und mit dem man, sollte das gefühlte Gewicht von zehn Kilo nicht zu schwer sein, einige Abende seine Freude haben kann.
Im Gegensatz zu manchen Fotos, die vom Motiv ganz nett gelungen, aber in ihrem Druckergebnis nicht selten in Richtung der eines 0815-Tintenstrahldruckers tendieren. Für knapp 80 Euro dürfte da doch mehr möglich gewesen sein.
Eine Menge Schotter zwar, doch gibt es sicher schlechtere Anlagemöglichkeiten. Wem es trotzdem zuviel ist, der kann es ja mal mit einem Rezensionsexemplar beim Verlag versuchen. Obwohl der Scherz Verlag mit diesem Buch möglicherweise sicherlich keinen selbigen macht und damit nicht ganz so freigiebig sein dürfte, wie manche Verlags-Kollegen mit ihren Weinbüchern.
Na, und Weihnachten ist ja auch nicht mehr so fern.
Wie es der Zufall so will… nein, ich habe keine Freiexemplare abzugeben… gibt es in der aktuellen Galore (Vol. 32), aus Anlass des Buches(?), ein kurzweiliges Interview mit dem Herrn (Chef)Autor.
Die Zeitschrift gibt es im gutsortierten Zeitschriftenhandel und das Buch beim Dealer Ihres Vertrauens. Stichworte: Pigott, neues, dickes Buch über deutschen Wein, Scherz Verlag.
Ach, Mr. Pigott hat jetzt übrigens auch eine eigene Homepage bzw. der Verlag hat ihm eine verpasst. Da bin ich mal gespannt ob wie es z. B. mit Wein des Monats weitergeht.

[Nachtrag]
Der erste Eindruck hat sich auch bei genauerem Hinsehen bestätigt. Ein schönes coffee table book im polarisierenden Stil von Pigott.
Der Begriff ‘Standardwerk’ ist aber sehr hoch gegriffen. Wahrscheinlich eher an die Konkurrenz und ihr ‘Standartwerk’, als an die Leser gerichtet. Überhaupt, falls es objektiv etwas zu bekritteln gäbe, liegt dies, wie bei der Druckqualität der Bilder, wohl eher auf der Verlagsseite…

Dr. Niles Crane Quotes III.
Mittwoch, 19. September 2007

NCWQ

Frasier: Oh, I see you’ve got the Romanée-Conti.
Niles: Yes, but unfortunately they only had the one bottle.
Frasier: That’s funny, the importer told me he had two.
Niles: Really? How strange.
Frasier: You know, if I didn’t know you better I would swear you had squirreled one away for yourself. But then we both know that you must be telling the truth, because you’re such a slave to your ethics that even the slightest transgression would cause your nose to bleed.
Niles: Which it isn’t!
Frasier: You just sniffed.
Niles: I didn’t sniff, it was a snort of contempt.
Frasier: A snort is out, that was in.
Niles: Oh, alright – the other bottle’s in the car in my bowling bag.
Frasier: Thank you. You have a bowling bag?
Niles: Yes. Maris and I have taken to giving each other gag gifts. I gave her a cook book.

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Auf’n Wein mit Feuerstein.
Dienstag, 11. September 2007

Direkt-Tasting bei YouTube.

Note to Myself: Zur nächsten Weinprobe unbedingt Schmidt UND Feuerstein zusammen einladen…

Angelo Gaja trifft Gülcan…
Samstag, 8. September 2007

Karahanci zwar nicht persönlich, aber:

Direkt zu YouTube.

Eine letzte Frage bliebe dann noch: Haben die Programm-Macher diese Dumpfbacke ‘Moderatorin und Schauspielerin’ tatsächliche eine Flasche Gaja Nebbiolo(?)… ähhh… Wein für 500 Euro in die Hand nehmen lassen oder ist das auch nur ein Teil der Zuschauer-Verarsche?

Kalkofe presents: Deppen, Wein und Margelsheim.
Dienstag, 4. September 2007

Direktlink.

Ohne Worte.

Pigott und Johnson ‘08. Die neuen kleinen Strolche sind da.
Montag, 3. September 2007

Wenn sich der Herbst so langsam schon mal warm macht, ist es immer Zeit für ‘Stuart Pigotts kleiner genialer Weinführer‘ und ‘Der kleine Johnson‘ in neuen Ausgaben an den Start zu gehen.
Da beide im (etwas größeren) Westentaschenformat erscheinen, sind sie im Gegensatz zur Parker-Bordeaux-Bibel immer schön mitführbar. Aber muss man die beiden denn auch haben?
Pigotts Weinführer, der eher ein persönliches Wein-Notizbuch mit erfrischenden Anmerkungen ist, wurde eher sparsam verändert. Offenbar hat Mr. Pigott 2007 nicht viel Neues entdecken können. Es ist – gefühlt – mehr herausgeflogen, als hinzugekommen. Die Top-Neuigkeiten sind auf einer Seite zusammengefasst und der Rest wurde um die Angaben zur biologischen Erzeugung und der Lagerfähigkeit der Weine ergänzt. Wer auf diese Angaben keinen sonderlichen Wert legt und die 07er Ausgabe haben sollte, könnte es vielleicht im Regal stehen lassen. Allen anderen ist es natürlich wärmstens empfohlen.
Etwas anders sieht es mit dem kleinen ‘Johnson’ aus, auf ‘Reispapier’ gedruckt und so eng beschrieben, dass die Informationsmenge, vom Umfang her, der des New Yorker Telefonbuches entsprechen dürfte. Jede Menge Wein, von F wie Frankreich bis S wie Südafrika. Alle Angaben wurden auf den aktuellen Stand gebracht, auch wenn laut Karte Leipzig wohl für immer Teil des Weingebietes Saale-Unstrut bleiben wird. Dazu gibt es ein… naja, öhm… nettes Länder-Spezial Italien und endlich ein praktisches Register.
Wer die aktuelle Weinwelt immer in der Tasche haben will kommt um den Johnson’08 nicht herum.
Allerdings, während sich die Genialität von Pigotts Weinführer schon für Anfänger erschließt, kommt man beim ‘Johnson’ erst als Fortgeschrittener wirklich auf den Geschmack.

Andy Warhol isst einen Hamburger.
Samstag, 4. August 2007


Very sophisticated!

YouTube Direct Burger

[via]

Tokio Sushi Bar.
Freitag, 20. Juli 2007

Ich möchte nicht wissen wie oft ich (besonders von außen) auf eines dieser Bänder in einer Sushi Bar gestarrt habe.
Und warum kommen immer nur andere auf solch eine grandiose Idee:

Na gut, es müßte eben schon in Tokio sein. Und seinen Camcorder hat man ja auch nicht immer dabei…

Dr. Niles Crane Quotes II.
Sonntag, 15. Juli 2007

NC 2

Niles: Matthew Pym tried to stage a coup! Fortunately, Maris has photos she took at his wedding — photos that clearly show the label on the champagne he served.
Frasier: Domestic?
Niles: Oh-ho-ho-ho, not just domestic. From… Connecticut.

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Dr. Niles Crane Quotes.
Freitag, 22. Juni 2007

NCQ.

Anyway, I was invited to a housewarming party for a new arrival, Stuey. I hadn’t been there two minutes when I heard a pop. I looked up, there was the ‘81 Chateau Haut Brion I brought being decanted into a punch bowl of sangria, canned fruit and erotic ice cubes. I haven’t been so depressed since Maris started seeing what’s-his-name.

Dr. Niles Crane is a fictional character on the American sitcom Frasier. Niles is the younger brother of Dr. Frasier Crane.

Wine Tasting with Borat
Freitag, 24. November 2006

Direktlink zu Youtube

Mehr von Borat Sagdiyev (Борат Сагдиев) gibt es auf dessen Homepage (dessen innovatives Konzept und Layout viele Winzer- und Weinwebsites zu kopieren versuchen) und im Kino (und spreche hiermit ein Verbot aus, sich diesen Film in deutscher Synchronisation anzusehen).

Sideways. Der Film zum Wein.
Sonntag, 8. Januar 2006

In Sideways geht es zwei Stunden lang um Wein. Es wird von ihm geschwärmt und vor allem genossen. In Mengen.
Wer mag, kann auch eine Menge lernen. Über Wein natürlich, aber auch über das Leben.
Der nicht sonderlich erfolgreiche Schauspieler Jack (Thomas Haden Church) plant bald in eine gute Familie einzuheiraten. Darum holt ihn sein bester Freund und Collegekumpel Miles (Paul Giamatti) ab, um gemeinsam die letzte Woche seines Junggesellendaseins zu verbringen.
Der Lehrer und verhinderte Autor Miles möchte Jack seine Liebe zum Wein näher bringen und so gehen sie auf eine Verkostungstour durch das kalifornische Wine County.
 Jack zeigt sich allerdings als eher ungelehriger Schüler und möchte seine Zeit mit anderen Genüssen verbringen.
 Auf einer ihrer Stationen organisiert Jack für beide ein Date mit Stephanie (Sandra Oh) und Maya (Virginia Madsen). Während Jack die willige Stephanie gleich ins Bett kriegt, hängt Miles immer noch seiner Ex-Ehefrau nach. Er kennt die Kellnerin Maya von früheren Besuchen im Wine County und teilt mit ihr die Leidenschaft zum Wein. Die allein erziehende Mutter Stephanie ahnt natürlich nichts von Jacks Heiratsplänen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Das stellt Miles vor eine schwere Entscheidung und löst eine Kettenreaktion von Schwierigkeiten und Komplikationen für beide Herren aus.
 Wie in „About Schmidt“ hat Regisseur Alexander Payne seinen Film als Road Movie angelegt. Die Charaktere der beiden Hauptdarsteller ergänzen sich auf ideale Weise. Während dem gut gelaunten Jack scheinbar alles zu gelingen scheint, glaubt der ständig miesepetrige Miles Eskapaden seines Kumpans ständig ausbaden zu müssen und steht sich dabei doch oft selbst im Wege.
 Dieses Werk von Alexander Payne ist wie eine Menagerie von unterschiedlichen Weinen. Abwechslungsreich, mal leicht(nicht im Sinne von dünn), mal kräftig, nie langweilig und angereichert mit jeder Menge Charakter. Mal ist der Film zum Schenkel klopfen komisch, dann wieder bitter.
 Neben den schauspielerischen Leistungen glänzt auch das preisgekrönte Drehbuch von Alexander Payne und Jim Taylor durch seine Stimmigkeit.
Nebenbei, die von Miles verspottete “Frass Canyon Winery“ spielt im Film die Rolle des Weinproduzenten, der mehr Wert auf Masse und ein kitschiges Drumherum, als auf Qualität legt. “Frass Canyon“ ist natürlich ein Phantasiename und bedeutet Insektenkot.
Gedreht wurde übrigens in der Fess Parker Winery and Vineyards in Los Olivos.
Das ausgerechnet das zweitgrößte Weingut der Welt E. & J. Gallo Werbepartner für den Film ist, sollte dann auch nicht unerwähnt bleiben.
Jeder der auch nur ein klein wenig für Wein übrig hat, wird bei diesem Film den Drang verspüren eine gute Flasche zu öffnen.
Und da er inzwischen auch als DVD erhältlich ist, spricht überhaupt nichts dagegen.

Links:
Sideways. The Movie.
SIDEWAYS Wine Club

Podcast #1: Glühwein.
Mittwoch, 21. Dezember 2005

MP3 Download Download Episode 1 (sorry, offline)

Passend zur Weihnachtszeit. Für alle, denen der Weihnachtsmarkt zu stressig ist. Oder, die auch nach Weihnachten nicht davon lassen können.

Die Test-Kandidaten im Überblick.

Aldi-Glühwein:

Glühwein Aldi

Christkindl Glühwein von Lidl:

Glühwein Lidl

“Omas Glühwein” von Kaufland:

Omas Glühwein von Kaufland

Und für Mistrauische und Selbermacher, ein Rezept:

  • 1 Liter Wein* (nicht zu billig)
  • 500 ml Wasser (ja, Volvic, Vittel etc. geht natürlich)
  • 10 Gewürznelken
  • 5 Sternanis
  • 2 Stangen Zimt
  • 1-2 Orangen (in Scheiben geschnitten)

*Rotwein würde ich sagen. Aber warum nicht mal mit Weißwein probieren?

Den Glühwein zusammen mit den Gewürzen in einem Topf erhitzen (nur kurz aufkochen lassen, der Alkohol soll ja nicht entfleuchen). 10-15 min ziehen lassen. Die Gewürze wieder entfernen (absieben). Selbstverständlich. Nach belieben zuckern. Fertig.