WC! Lektüre

Schnellsuche /
Weinblogs in Deutsch. Kommentierte Ausgabe. [Update_2]
Donnerstag, 22. Juli 2010

Auch wenn aus zeitlichen Gründen meine Outputfrequenz immer noch verbesserungswürdig ist, lese ich trotzdem auch andere Blogs. Obwohl, lesen teilweise nur kurz reinschauen, feedreadern oder so  bedeutet. Aber das genügt ja auch. Manchmal.
Der (extreme) Hype um die Blogs ist erst zu Twitter und jetzt zu Facebook weitergezogen. Geschadet hat dies nur den Blogs, die immer mehr sein wollten, als sie waren.
Blogs sind immer noch da und werden es wohl auch bleiben. Auch Posterous hat die older fashioned Blogs, wie schon zu erwarten war, nicht platt machen können.
Also, Grund genug sich die deutschsprachige Blogshäre mal im einzelnen anzusehen. Ohne Rangfolge, ohne System, einfach so.

Augsburger Weinblog
Geschrieben von einem Lehrer. Laut eigener Aussage geht es um „Wein, Verkostungsnotizen, Augsburger Weinrunde“.  Genau so isses.

Johner Wein Welten
Das Blog von Patrick Johner. Der ist Winzer. Er schreibt aber nicht nur über sich, den eigenen Wein und Onlinezeugs, sondern macht auch eigene kultverdächtige Videos darüber. Und manchmal, ja manchmal packt er auch seine Farfisa Weltraumorgel aus. So was mag ich.

La Gazzetta del Vino
Was Brigitte Büscher für Frank Plasberg ist, das ist für Dirk Würtz der Direttore (aka Philipp Erik Breitenfeld). Während es auf seinen Blog noch recht gemächlich zugeht, hätte er das Zeug im Social Media Weinballon die vakante Stelle von Mario Scheuermann als Chefpolemiker zu übernehmen. Allerdings steht der Karriere ein ganz großer Stein im Weg: Man ist kein Weinjournalist.

Don Simon
Noch so’n Italiener. Auf dem Blog von Simon Atzei geht es neben persönlichen Tastings, hauptsächlich um die von ihm angeschmissenen Twitterweinverkostungen, die ihn schon zu ein wenig Ruhm verholfen haben.

Weinkaiser
Klingt zwar abgehoben, der Chef dort heißt aber wirklich so. Allerdings Ralf und nicht Wein. Dazu gibt’s Weinerlebnisse und Tastings.

Vinum Blog
Oh, je. Wenn Zeitschriften denken nun auch noch bloggen zu müssen, dann wird’s oft übel. Aber Carsten Henn macht seinen Job hier gar nicht schlecht.

Der Weinlakai
Eben ist mir wieder eingefallen, dass es ja auf stern.de auch ein Weinblog gibt. Das leidet stark an der „Weiterlesen“-Verlinkinkungskrankheit.  Außerdem schreibt der Autor von sich selbst in der dritten Person. So was finde ich immer verwirrend…

Würtz Wein
Ja, gut. Am Würtz-Blog kommt man im Moment keiner vorbei. Und das ist manchmal ganz schön anstrengend, denn Würtz und Kollegen äußern sich wirklich zu jeden Thema. Und trotzdem findet er doch immer wieder ein spannendes Thema, auch für mich…

Weinakademie Berlin
Michael W. Pleitgen schreibt eben nicht nur über die Weinakademie, sondern zieht immer wieder Neuigkeiten aus der Branche und Online-Weinwelten hervor. Und das oft besser als manches Newsportal.

Winzerblog
Ein Urgestein in der Blogwelt, welches auch mal den Mund aufmacht. Hat aber in letzter Zeit hier und da leider etwas an Puste verloren. Das liegt wohl daran., dass der bloggende Kellermeister inzwischen (gefühlt) 25 Blogs, Foren, Facebook- und Twitteraccounts betreibt. Und so was schlaucht offensichtlich.

Weinverkostungen.de
Nicht nur nach eigener Meinung, sondern auch der eifriger Statistikauswerter, das Weinblog mit den meisten Lesern ever in der Szene. Das liegt wohl auch in einer ordentlichen Postingfrequenz, sowie mindestens ebenso eifrigen SEO-Aktivitäten.
Trotzdem macht Ruhm wohl nicht nur glücklich, ich verspüre seit einiger Zeit eine gewisse Lethargie.

The Drink Tank
Ja, der Mario Scheuermann. Seit gewissen Ereignissen ist es zumindest auf seinem Blog ruhiger geworden. Darüber wird nicht jeder traurig sein, aber früher gab es dort wenigstens immer wieder ein paar richtige Aufreger. Heute dominieren Pressemitteilungen, Südafrika und bebilderte Speisepläne.

Blind tasting club
Alex macht sein Ding. Was das eigentlich ist, weiß ich zwar nicht. Aber, er kommt ordentlich rum, schreibt schön über schönen Wein und über schöne Restaurants in aller Welt. Da er sich aus Bloggergedöns raushält, taucht er auch in keinen Ranking auf. Wieder mal ein Beweis dafür, das man selbige in die Tonne kloppen kann.

Originalverkorkt
Christoph Raffelt hat auch beruflich mit Wein zu tun. Das merkt man – im positiven Sinne – aber nicht. Auch so ein schön entschleunigtes Weinblog.

Wolfis Wein Worte
Wolfgang Fassbender ist einer der wenigen Weinjournalisten, die nicht immer alles besser wissen und dies auch noch jeden mitteilen müssen. Da man offenbar immer dann etwas schreibt, wenn man Lust dazu hat, ist die Postingdichte entsprechend. Leidet allerdings ebenfalls stark an der „Weiterlesen“-Verlinkinkungskrankheit.

Vinissimus
So grau wie das äußere ist der Inhalt zum Glück nicht. Ein typisches Weintagebuch, sach’ ich mal.

Bernhard Fiedlers We(in)blog
Hier kann man seinen Wein vom Winzer manchmal praktisch beim wachsen zusehen. Das hat manchmal was sehr beruhigendes.

Kaulwein-Weblog
Und schon wieder ein Winzerblog. Hier geht’s auch um die Weinelf, also um Fußball. Aber mit Wein ist der ja gut zu ertragen.

Weingut Steffens-Keß
Ein typisches Winzertagebuch. Im besten Sinne.

Der Ultes | Weinfachberater
Der Ultes führt den Weinfachberater im Namen, wie Ärzte den Doktortitel. Klingt trocken, ist es aber nicht. Hat vor allem  gute Connections zu allen Weinköniginnen…

Social Wine
Das (nicht mehr ganz so) neue Weinblog von Matthias Metze. Sein Marketingjob lässt im offenbar nicht so viel Zeit zum bloggen, wie es früher bei seinem alten Blog war. Schade eigentlich.

Port-Blog
Ja, es gibt ihn noch, den (das) Port-Blog. Und es ist immer noch eine die einzige Adresse wenn es um Port und Wein Portugal geht.

Der Schnutentunker
Anstrengend nicht zu wissen was hinter einen Blog steckt. Der Schnutentunker ist der Schnutentunker. Ich hege den Verdacht, dass es sich um ein männliches Mitglied unserer Gesellschaft handelt. Sicher bin ich mir aber nicht. ..

Werner Elflein | Mein Weintagebuch
Hier ist alles eindeutig. Und gar nicht sooooo trocken, wie man es von einem Mathematiker erwarten würde. Allerdings ganz ohne Punke kommt er dann doch nicht aus.

Der Weinschreiber
Immer wenn man denkt, dass der Weinschreiber das schreiben aufgibt, isser wieder da. So wie im Moment…

Übrigens, es kann durchaus sein, dass hier ein Blog fehlen mag. Aber ich kann ja nicht alles kennen, manches scheint mir unwichtig oder ich habe es schlicht und einfach vergessen.
Blogs auf Posterous habe ich bewusst vergessen. Blogs die keine sind, wie Portale, Wein-Tageszeitungen oder die, die sich nur als Blog tarnen, ebenfalls.

[Update 26.07.2010]
Wie zu erwarten war, habe ich doch ein paar Blogs vergessen, die ich nicht vergessen wollte.

BACcantus
Matthias Lubner und Stefan Schwytz schreiben nicht nur über Wein, sondern auch über Themen die man im weiteren Genussbereich  eintakten könnte. Da Stefan Schwytz Rechtsanwalt ist, könnte es jetzt für mich zwar unangenehm werden, aber… mit etwas weniger – auch animierter – Reklame würde es mir leichter fallen, nicht zum Feed-Reader zu greifen…

Weintipps von Michael Liebert
Auf den ersten Blick könnte man hier eine Art Portal oder so vermuten. Aber Michael Liebert gibt nicht nur Weintipps, er bezeichnet sich selbst als Weinblogger. Damit geht das an dieser Stelle klar. Außerdem hält er standhaft und tapfer die fast vergessene Tradition der Blogrankings aufrecht.

Weingut Lisson – Tagebuch einer Winzerin

Iris Rutz-Rudel darf man natürlich nicht vergessen. Sie ist nicht nur eine deutsche Winzerin in Südfrankreich, sondern auch die –weit und breit – einzige deutschsprachige Weinbloggerin. Selbst wenn sie nur belanglosen Blödsinn schreiben würde, man(n) könnte sie gar nicht ignorieren…
Darum taucht sie in Rankings wohl oft weit vorn mit auf. Das kann man aber nicht ernst nehmen, meint zumindest Captain Cork. Und der ist Weinjournalist, die kennen sich mit sowas ja aus.

St. Antony
Das ist nicht nur ein Weingut, das ist auch der Name des Blogs, des Weingutes. Hier geht es natürlich in erster Line (aber nicht nur) um den eigenen Wein. Ok, dass ist jetzt nicht so außergewöhnlich. Aber, wenn ich mich jetzt nicht sehr irre ist St. Antony, dass einzige VDP-Weingut mit einem echten Blog.

WorldWine Blog
„Die Menschen der Weinwelt auf ENO WorldWine“. Man ahnt es, hier erklärt uns ein Weinjournalist die Weinwelt. Theoretisch zwar noch 19 andere AutorInnen, aber praktisch wohl nur Eckhard Supp. Das macht er gelegentlich sogar recht unterhaltsam. Man merkt zumindest, dass er hier und da noch eine Rechnung offen hat. Zudem legt er sich gelegentlich gerne mit Bloggern, besonders mit dem Würtz an. Allerdings hat er seit Monaten wohl auch dazu keine Lust mehr. Liegt es am angekündigten „großem 2.0.-Relaunch von ENO WorldWine“?  Oder an einer Blogger-Depression?

Drunkenmonday Wein Blog
Hier ist man nicht nur am Montag betrunken. Das sagt man auch von sich selbst. Obwohl das bei einem Gruppenblog auch nicht schwer fällt. Und noch eines ist anders: Während manche Einzelblogger gerne von sich als „wir“ schreiben, schreibt die Gruppe hier als „ich“. Das kann nur ein Zeichen eines sehr stark ausgeprägten Wir-Gefühls sein.

der weinfreak
Seinem Logo zu folge, heißt der weinfreak ja eigentlich weinfre@k. Aber da weinfreatk keiner aussprechen kann, nennt er sich einfach weinfreak.
Ansonsten geht es um Weinralleys und Wein. Außerdem stellt er seinen Lesern gerne Fragen und hat einen eigenen „Weingarten Zwonull“ mit zweikommanull Rebstöcken.

riesling|blog
Felix Eschenauer schreibt hier – nicht nur mäßig, aber nicht so regelmäßig – über Riesling. Überprüft habe ich das zwar nicht., es scheint aber so zu sein. Zumindest annähernd.

WeinSpion
Der WeinSpion stützt sich wie viele Spione auf ein Netzt von Agenten. Offenbar wurde er von diesen im Stich gelassen, denn seit einigen Monaten herrscht hier Funkstille.
Eventuell hat ihn Blofeld erwischt. So lautet sein Motto wohl nun „Das Leben war zu kurz für schlechten Wein“.

[Update 30.07.2010]

Erstaunlich, dass einem immer noch Weinblogs durch die Lappen gegangen sind. Also noch einmal eine Ergänzung. Und diesmal sind doch tatsächlich auch noch Frauen dabei.

six-to-nine
Es soll Leute geben, die halten das Blog von Pivu für ein Bierblog. Dabei stimmt das gar nicht. Warum ich ihn bisher hier vergessen habe, kann ich gar nicht sagen. Vielleicht liegt es an der etwas flachen Blogfrequenzkurve…

Herrenhof Lamprecht
Gottfried Lamprechts Winzer-Weinblog ist nicht nur selber geschrieben, sondern auch selber gemalt. Und so was gefällt mir schon mal gar nicht schlecht…

Der Weinspitz.
Das ist nicht nur das Weinblog der Wine-Times, sondern auch von Helmut. O. Knall, den manche auch Knalli nennen dürfen. Dinge von ihm lese ich zwar gerne, was für einen Weinjournalisten nicht selbstverständlich ist (Vielleicht liegt es ja daran, dass er auch selbst Wein macht). Trotzdem ist mir erst jetzt aufgefallen, dass er auch ein Weinblog hat.

Weingut Simon-Bürkle
Es ist schon nicht einfach, dass Weinblog der ehemaligen Weinkönigin Susanne Bürkle zu finden. Erschwerend kommt dazu, dass man sich auf den ersten Blick auf Drunkenmonday wähnt. Hat man diese Schwierigkeiten aber überwunden, ist man tatsächlich auf einem Weinblog, auf dem eine Frau bloggt.

theresa blogt…
…auch über Wein.  Und das sogar schon seit einiger Zeit. Trotzdem verwundert es, dass man die Moselweinprinzessin Theresa Arns nicht auf Anhieb findet. Was allerdings nicht verwundert, dass der Ultes auch bei ihr in der Blogroll steht.

So, liebe Leser. Da dieser Beitrag nicht als „Liste aller deutschsprachigen Weinblogs“ angelegt war und ist, soll es jetzt mal gut damit sein. Wer mehr braucht, kann gerne mal bei genussblogs.net vorbeischauen. Ich schließe natürlich nicht aus, solch einen Artikel in Zukunft noch mal zu wiederholen. Korrigiert, ergänzt, wie auch immer. Schaun mer mal.

WC! Lektüre vom 30. Juni 2010
Mittwoch, 30. Juni 2010

Flattr. Das ist ein so genannter Social Payment-Service, was nichts anderes bedeutet, dass man notleidenden Bloggern etwas Geld zukommen lassen kann.
Besonders einige A-Blogger sind sehr angetan davon. Das ist kein Wunder, haben sie doch genügend Groupies damit etwas in die Kassen kommen… könnte.
Es hat ja schon eine Weile gedauert, aber seit einiger Zeit ist Flattr auch unter den Weinblogs angekommen. Ende des Monats (und das ist ja irgendwie bald) will Dirk Würtz über seine Erfahrungen berichten. Obwohl sich die Begeisterung eventuell in Grenzen halten dürfte.
Das Ganze hat doch etwas von einer Kleingartensiedung in der einige Laubenpieper ihre Mützen von das Gartentor legen, sich daneben stellen und warten. Warten, dass jemand Geld rein wirft, weil er den Garten so toll findet. Schon komisch.

* * *

Der teilweise ziemlich durchgeknallte Hype um das iPhone… Just kidding.. Apropos… Bordeaux. Hier die Subscriptionspreise des 2009er Jahrgangs. Keine Überraschung, die Preise gehen weiter nach oben.
Und damit ist die Zielgruppe weiterhin jene, die keinen besonderen Geschmack, aber dafür umso mehr Geld hat.
Das wird wohl so lange gut gehen, bis jemand auf die Idee kommt von Pandabären vorgegohrene Trauben zu einer Art Wein zu verarbeiten und in Flakons von Swarovski teuer zu verscherbeln. Wird beschissen schmecken, ist aber Premium. Dann soll’s uns auch weiterhin egal sein.

* * *

Apropos herkömmliche Medienhäuser. Das beliebteste Mittel um Gaga-Traffic wie PI’s zu erzeugen sind Klickstrecken. Also Minimal- oder Nullcontent so zu verpacken, dass der Leser zu erhöhter Aktivität auf einer Webseite verleitet wird. Auf Lambecks Weinwelt, wir hatten hier ja schon einige Male das Vergnügen, hat die WELT ONLINE diese Lücke nun geschlossen.

* * *

Ravenswood hat eine tolle Idee. Wer sich das Logo der Firma auf die Plautze – oder wohin auch immer – tätowieren lässt, bekommt von denen bis ans Lebensende Wein for free. Erinnert ein wenig an ihn… Wie hieß er noch gleich?
Wer jetzt ernsthaft nachdenkt, sollte sich mal in die örtliche Fußgängerzone aufmachen und nachsehen wer inzwischen so alles mit Tatoos bestückt ist. (via)

* * *

Das Tal der Ahnungslosen (ARD) ist zwar Weinanbaugebiet, aber weineventtechnisch sieht es hier eher verbesserungswürdig aus. Das mag an vielleicht der Randlage liegen, die doch eigentlich gar keine ist. Prag ist näher als Berlin. Und wenn mal etwas passiert, geht kaum einer hin.
Trotzdem hat es Patrick Johner and friends offensichtlich gefallen. Und nicht nur ihm, sondern auch denen, die hingegangen sind. So wie icke.

* * *

So und jetzt noch ein Gadget. Man hat Gäste, schenkt einen ordentlichen Rotwein aus und irgendein Hammel kippt das Glas über die gute Damasttischdecke, welche seit Generationen im Familienbesitz ist.

Mit der Underfull-Tischdecke wäre die Aktion zumindest nicht ganz unwitzig.

WC! Lektüre vom 26. April 2010
Montag, 26. April 2010

Dass Weinblogger so ganz langsam auch vom Radio wahrgenommen werden, hat bislang kaum jemand gemerkt interessiert. So war Don Simon beim Themennachmittag ‘Wein’ bei Radio Eins (rbb), dem möglicherweise besten Radiosender in Deutschland, über die Twitter Weinverkostung on air.
Der von mir geschätzte Bernhard Fiedler aus Österreich durfte bei Radio Fritz (auch vom rbb), dem möglicherweise zweitbesten Radiosender in Deutschland, kurz, aber doch aussagefähig, über Weinblogs erzählen.
Und nun war Bernhard Fiedler schon wieder im Radio. Bei Jump (mdr), dem möglicherweise miesesten (öffentlich-rechtlichen) Radiosender in Deutschland zu Gast. Und zwar so kurz, dass er nach einer seltendämlichen, aber für den Sender typischen Anmoderation praktisch nur ganz ganz kurz das Thema Rodenstock anreißen und das Wort „Genussblogs.net“ sagen konnte.
Hier kann man aber sehen wie man dort recherchiert. Nämlich gar nicht. Nur kurz im ARD Intranet beim rbb geguckt. Das war’s. Sonst wäre den Recherchepraktikanten aufgefallen, dass es auch in Deutschland eine Menge Weinblogs gibt. Und sogar einen im Sendegebiet. Aber ein Interview mit dem wäre in diesem Sender womöglich auch nicht sendefähig…

* * *

Wo wir doch gerade bei Rodenstock waren. Hardy Rodenstock (The Vinter Formerly Known As Meinhard Görke) ist bekannt für seltenste Weinraritäten. So seltenste, das man sich nicht wundern würde, wenn er auch den Wein vom letzten Abendmahl auftreiben könnte.
Und das zieht natürlich nicht nur Weinfreunde an. Auch Prominente der Kategorien A bis F. Und so was bringt dann irgendwann auch Presse. Die fragt dann irgendwann auch mal nach der Herkunft dieser Weine und wenn man sich so wie Rodenstock etwas… sagen wir mal ungeschickt verhält, haken die Kollegen natürlich nach. Und wenn man sich immer wieder… sagen wir mal ungeschickt verhält, dann geht das ab wie ein Steak im Haifischbecken. So im Focus, New Yorker und immer wieder im Stern.
Und jetzt schon wieder im Stern. Aber leider nicht online. Inzwischen auch online.
Und da Dirk Würtz bei solcher einer Probe schon mal dabei war und offenbar aus diesem Kreis der einzige ist, der wenigstens versucht das Thema sachlich zu behandeln, sei er wieder einmal empfohlen.

* * *

Das Weinanbaugebiet Saale-Unstrut wird so langsam größer. Nachdem Prinz zur Lippe in Kromsdorf bei Weimar mit bis zu 50 Hektar mehr klotzt als kleckert, geht es nun auch saaleaufwärts weiter.
Als Joint Venture sozusagen, zwischen einer Agrargenossenschaft und dem Thüringer Weingut in Bad Sulza, kleckern nun zwei andere weiter.
In Jena, genauer gesagt in Kunitz, sind jetzt zwei Hektar Bacchus dazu gekommen. „Das wird ein gutes und interessantes Tröpfchen“, meint Winzer Andreas Claus.
Das klingt sportlich optimistisch, besonders wenn man die bisherigen Produkte aus Bad Sulza kennt.
Aber schon früher hat man ja in Jena gesungen: „Und ein Wein wächst auf den Bergen, Und der Wein ist gar nicht schlecht, Tut er gleich die Strümpfe flicken, Und den Hals zusammendrücken, Ist er doch zur Bowle recht!“

* * *

Wieder eine ABM-Maßnahme für Abmahnanwälte weniger: Das Deutschen Patentamt in München hat endlich Markennamen für geologische Begriffe gestrichen. ‘Kalkstein’, ‘Porphyr’ und ‘Roter Schiefer’ sind damit nicht mehr als Marke für Wein geschützt. Bleibt zu hoffen, dass diesen Begriffen auch noch ein paar anderen wie ‘Löß’ folgen werden. Hier beim Patentamt findet man übrigens nicht nur die Marken, sondern auch Ross und Reiter dazu.
(via)

* * *

Last but not least. Der Winzerblogger hat gute alte Werbefilmchen aus der Ostzone sog. DDR gefunden. Darunter auch einen über Wein. Ja, es war nicht alles schlecht… Hier bei Youtube gibt’s alle Filme.

WC Lektüre vom 8. März 2010
Montag, 8. März 2010
  • Dass Günter Jauch, nach eigenen Angaben “eine Art Gesichtsvermieter” oder auch als der “beliebteste Deutsche” bekannt, hier auftaucht ist schon verwunderlich. Ich finde, was er der Nation beispielsweise mit einem Format wie SternTV zumutet, ist… unzumutbar. Auch hatte er bislang nichts mit Wein zu tun. Jedenfalls nichts Nennenswertes.
    Das hat sich gerade geändert. Günter Jauch ist jetzt VDP-Mitglied. Und in seinem Falle auch keine nachgeworfene Ehrenmitgliedschaft oder gar eine Verwechslung. Jauch wird Winzer. Und das ist nicht nur mir, sondern sogar der britischen Weinpresse eine Meldung wert.
  • Dass die, nun ehemalige, Bischöfin Margot Käßmann hier auftaucht ist allerdings ebenso verwunderlich. Na gut, inzwischen wird man sich denken können, warum. Richtig, Margot Käßmann hat etwas zuviel Wein… oder wie es der Volksmusikdarsteller Stefan Mross ausdrücken würde: “Mal etwas über den Durst getrunken”. Mit unschönen Konsequenzen, aus denen sie, ohne Alice Schwarzer zu konsultieren, selbige gezogen hat. So werden wir also nie erfahren: Was war es denn eigentlich für ein Wein?
  • Das toskanische Weingut Tenuta dell’Ornellaia will seine Spitzenweine mit einem Radio Frequency Identification System (RFID) aussatten. Offenbar ist der Ornellaia Bolgheri Rosso Superiore DOC nicht nur ein etwas überhochpreisiger Kalifornier aus der Toskana, sondern offenbar manchmal so falsch wie die Lippen vieler Schauspielerinnen aus Hollywood. Will sagen, Tenuta dell’Ornellaia will es Fälschern mit dem RFID-Chip schwerer machen. Das solche Mistteile nicht ganz unumstritten sind und auch für andere Dinge taugen, sei mal nur am Rande erwähnt. Aber gut, wer kauft sich schon einen Ornellaia.
  • Ich mag Bio. Als Fleisch, als Gemüse, als Obst… und gelegentlich auch als Wein. Auch wenn ich von extrem mit Bio-Logos zugelabelten Bioweinen lieber die Finger lasse.
    Jedenfalls ist das mit den Bio-Logos so eine Sache. Als ob die Welt nicht darauf gewartet hätte, jetzt gibt es auch ein Bio-Logo für… Biomineralwasser. Dann wird man dann nach einem ordentlichen Schluck Biomineralwasser endlich wieder ohne Scham kräftig aufstoßen dürfen. Mit einem Biobäuerchen, sozusagen…
  • Die Wiener Weine möchten das Schunkelimage loswerden. Erfreulich. Die “Weltstadtweine, die wie die Metropole selbst für Weltoffenheit, Vielfalt und Gegensätze stehen, [...] sind Botschafter der soziodemographischen Pluralität Wiens und sie kommen alle aus dem Epizentrum von Philosophie und Kulinarik, der Hauptstadt Wien.”
    Aha, aus soviel Bedeutungsschwere hat man folgenden Slogan geboren: “Kultiviert für Kultivierte”. Kultivierte? Auf den Punkt gebracht klingt es doch eher nach “Snobs und Spießer”. Beruhigt aber dann doch, dass bescheuerte Weinslogans nicht ausschließlich nur aus Deutschland kommen.
  • Heute ist Weltfrauentag. Darum: Die FAZ und die Frauen. Und Alice Schwartzer gegen den Weltfrauentag. Henryk M. Broder hat sich (noch) nicht geäußert. Darauf einen Rosé! Oder doch lieber einen Rotwein von Johnny?
Judd’s Enormous Wine Show
Mittwoch, 24. Februar 2010

An Produzenten von Weinvideos gibt es nun wirklich keinen großen Mangel mehr. Auch wenn sich inzwischen mancher wieder lautlos vom Acker gemacht hat, es gibt noch genügend Auswahl für jeden Geschmack.
Marlene Duffy erfreut jene, die wild über Wein gestikulierende Frauen im Internet wollen. Gary Vaynerchuk ist für alle, die stattdessen lieber Männer (und manchmal auch Frauen) sehen. Wer es weniger cholerisch möchte oder des englischen nicht ganz so mächtig ist, hält sich an Hendrik Thoma. Wer lieber einen Winzer mit Orgel mag, schaut bei Patrick Johner vorbei. Wer statt einer Orgel, lieber einen Winzer mit Mütze will, hält sich an Dirk Würtz. Na, und so weiter…
Sollte doch eigentlich reichen, möchte man meinen…
Wem bisher eine Art John Waters unter den Weinvideos gefehlt hat, dem kann jetzt geholfen werden:

Judd’s Enormous Wine Show. Ein Weinvideoblog, gemacht von Rudolf N. McClain, sowie Judd Finkelstein und seinen Leuten von der Judd’s Hill Winery in Napa, Kalifornien. Selbstironisch, authentisch (eine Modewort, I know), wunderbar trashig und besser als manches, was uns hier und da von Profis, gerne auch von außerhalb der Weinszene verkauft wurde und wird.

Bye bye Weinjournalismus?
Mittwoch, 17. Februar 2010

Bye bye?

Blogs, Twitter, Facebook, MySpace. Schöne neue Onlinewelt. Man darf für sich entscheiden, ob man einzelne Bestandteile und Plattformen für sinnig oder unsinnig hält. Aber eines ist sicher, in ihrer Gesamtheit kommen sie nicht, Social Media (Soziale Medien) sind da. Selbst in der Weinbranche, auch wenn es da etwas länger gedauert hat.
Weinverkostungen mit Videochat, Winzer-Liveshows im Internet, alles fast schon selbstverständlich. Heikle Themen, die früher gerne unter den Tisch gefallen sind, werden transparent. Für eine schnelle Verbreitung sorgt Twitter. Neue Vertriebswege für Weinhändler, Winzer die ihre Weine zur Diskussion stellen.
Selbst die kostenlose Probepakete, eine feste Bastion des Weinjournalismus, gibt es nicht mehr exklusiv mit Presseausweis. Engagierte Blogger, Winzer, Sommeliers und Weinhändler blasen den Staub aus der Weinbranche.
Und die Weinjournalisten? Sie bleiben, bis auf ganz wenige Ausnahmen, eher Zaungäste. Man sitzt auf der Mauer, sieht sich das Treiben an, schaut ob man etwas abgreifen kann. Hier und da gibt es Hinweise wie man es richtig zu machen hat. Es gibt ja wohl noch einen Unterschied zwischen einem bloggenden Blogger und einem bloggenden Journalisten. Ansonsten denkt man in Klicks und Page Impressions und wartet auf den nächsten PR- oder Printauftrag.
Innovation? Darum kann man sich ja nicht auch noch kümmern. Aber wie wäre es mit einem Newsletter?
Und was Hänschen nicht macht, rührt Hans schon gar nicht an.
Während die Onlinewelt gelegentlich über das Ziel hinaus rennt, fahren die Weinverlage mit angezogener Handbremse.
Neue Onlineauftritte auf dem Stand er frühen 2000er Jahre werden als Aufbruch gefeiert. Dazu gibt es eine Auswahl an Inhalten, wer mehr will muss Abonnent werden. Am besten gleich für die Prinausgabe. Originäre Onlineartikel findet man so oft wie Brunnen in der Wüste. Höchstens mal ein paar Agentur- und Pressemeldungen. Die gibt’s zwar umsonst, aber dafür auch überall.
Da braucht man erst gar keine Möglichkeit Artikel gegebenenfalls kommentieren zu können. Diskussionen werden so wohl kaum stattfinden und die notorischen Nörgler fängt man so auch weiterhin im Netz der Leserbriefredaktion ab.
RSS Feeds um die Online-Leser wenigstens mit den Überschriften zu versorgen sind zu aufwändig. News liest man dann in vier Wochen, in der Printausgabe. Die Einbindung von interaktiven Inhalten ist in Zeiten von Youtube entweder immer noch zu kompliziert oder man hat einfach nichts zu zeigen.
Wie will man in Zukunft neue Entwicklungen bedienen, so wie in diesem Video das WIRED Magazin, wenn man schon das Heute nicht beherrscht?

Fragt man nach den Gründen, warum Online für der Weinjournalismus immer noch eine heiße Kartoffel ist, kommt DAS Totschlagargument:
Mit dem Internet ist kein Geld zu verdienen.
Es ist nicht zu refinanzieren. Gute Reportagen kosten eben Geld. Und wenn schon für Volontäre und Praktikanten nichts bleibt, wollen wenigstens die Redakteure, Frau und die zahlreiche Kinderschar durchbringen.
Sicher, da ist etwas dran. Allerdings auch sehr kurz gedacht.
Es ist eine Mär, dass niemand im Internet für etwas zahlt. Allerdings, man muss sich mehr Mühe geben als früher. Wie das in Zukunft aussehen kann, zeigt das WIRED-Video. Inhalt und Form müssen stimmen. Für einen digitalen Artikel, der schon in gedruckter Form nichts anderes als PR ist, gibt niemand einen Cent mehr aus.
Man kann es sich nicht mehr leisten die Onlineszene weiterhin pauschal als „Spinner“ zu betrachten. Damit verliert man eine ganze Generation, die Jungen und die Junggebliebenen. Warum holt man diese Generation nicht mit ins Boot, anstatt sie auf Abstand zu halten?
Weinblogger, Weintwitterer usw. sind eben nicht nur Egomanen, die ihre Meinung nie für sich behalten können. Sie sind nicht selten enttäuschte Leser von Weinführern und Weinzeitschriften. Und wenn ein Winzer bloggt, dann mag er vielleicht kein Journalist sein, aber er könnte dessen Job wieder ein Stück überflüssiger machen. Wenn der Kunde seine Infos an der Quelle holen kann, braucht er keinen Übermittler mehr.
Ist der Zug für den Weinjournalismus also abgefahren? Bye bye Weinjournalismus?
Nicht unbedingt. Der Kuchen ist nur kleiner geworden. Man muss sich mehr bemühen. Vor allem um die Leser, nicht nur um die Werbekunden. Noch sind die Möglichkeiten, die Kontakte, das Know-how da. Man muss sie nur entstauben.
Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr…

WC Lektüre vom 30. Januar 2010
Samstag, 30. Januar 2010
  • Auch wenn alle von Apples iPad reden, ich werde es auf keinen Fall… auslassen. Auch wenn es nicht ganz zum Thema Wein passt. Oder… doch?
    Egal ob das Ding ein Erfolg wird oder nicht, eines ist inzwischen klar, Informationen werden mobil. Und nicht nur auf skatkartengroßen Mobiltelefonen mit Mondtarifen, wie sie zurzeit der deutsche Marktführer anbietet.
    Es wird in Zukunft möglich sein im Weinladen, auf dem Sofa, in der Bahn oder sogar im Weinberg an einen Haufen an Informationen zu kommen. Dafür werden, falls nicht nur zusammengeklaubte PR- und Pressebelanglositäten, Nutzer auch zunehmend bereit sein Geld zu bezahlen. Apple hat mit seinem App Store die Richtung ja schon vorgegeben.
    Das Modell wird sicher weitere Nachahmer finden und könnte durchaus eine Chance sein. Für engagierte Journalisten, Verlage und auch Blogger. Allerdings ist hier schon etwas kreatives Engagement gefragt.
    Ob wir also in Zukunft einen Gault Millau 201x nur noch als digitale Ausgabe finden werden, wird sich zeigen. Oder besser, ob wir sowas, in der Form überhaupt haben wollen…?
  • Matthias Metze befasst sich auf seinem Blog Social Wine nicht ganz unkritisch mit der Aktion „WeinWeb für Haiti“. Ein Thema bei dem man sich ganz schnell die Hände verbrennen kann. Sie wissen schon, Spenden und guter Zweck.
    Trotzdem teile ich die Gedanken, bei aller Sympathie für das „WeinWeb für Haiti“-Projekt. G’schmäckle hat so etwas eben ganz schnell, da braucht man noch nicht mal ein Textildiscounter zu sein…
  • Die “Süddeutsche Zeitung” soll sich lobende Blogposts gekauft haben. Im Nachhinein will natürlich niemand etwas damit zu tun gehabt haben, war es ganz anders gemeint. Kennen wir.
    Hach, wie gut ist es doch in der Nische der Weinblogs unterwegs zu sein. Hier geht alles noch richtig ehrlich zu und jeder Blogpost ist frei von jeder Einflussnahme dritter… Oder etwa nicht?
  • Apropos Weinblogs: Die ZEIT online hat sich mit den Weinbloggern beschäftigt. Und diese bekommen, wie sollte es anders sein, kräftig ihr Fett ab. Auch wenn der Artikel hier und da nicht ganz Unrecht hat, neu ist das alles ja auch wieder nicht. Lauwarmer Kaffee, höchstens.
    Neu ist auch nicht, dass alles darauf hinausläuft: „Man kann also durchaus etwas lernen, zumindest von den professionell geführten Weinblogs.“ Genau, wenn schon ein Weinblog, dann wenigstens von einem Kollegen.
    Übrigens hatte sich wirres.net mal die ZEITBlogs angesehen, inklusive eines Weinblogs, welches damals noch dazugehört hatte. Ist zwar schon etwas länger her, sieht jetzt anders aus, hat sich total verändert… obwohl, anscheinend ja nicht.
  • Apropos neu: Verkorkte Welt. So hieß vor kurzem ein Artikel in… Richtig, der ZEIT. Wie wir vermuten, es geht um Korken, Weinkorken, die wunderbare Welt der Weinverschlüsse aus Naturkork. Denn die Korkenhersteller haben nun ihre Hausaufgaben gemacht. Jetzt ist alles ganz prima und toll. Denn die Ausfallrate liegt nur noch bei 3 Prozent.
    Wer jetzt immer noch keinen Korken aus Kork verwenden will, ist geizig oder ein Umweltbanause, meint sogar der WWF. Irgendwie.
    Ja, man kann also durchaus etwas lernen, zumindest von Journalisten die gut den Presseverteiler der Korklobby studiert haben…
  • Und die gute Nachricht am Ende: GWN, Good Wine News aus Dresden. Nein, Gunther Emmerlich hört leider nicht auf sich für Wein zu engagieren. Trotzdem findet auch das Dresdner Huhn diesmal mal sein Korn. Die WeinKulturBar von Silvio Nitzsche hat von der FAZ den Titel Deutschlands bestes Weinlokal 2010 angehangen bekommen. Und auch wenn ich bei solchen Auszeichnungen immer vorsichtig bin, schlecht ist es ja trotzdem nicht…
30+1 neue außergewöhnliche Weinetiketten
Mittwoch, 23. Dezember 2009

Nachdem die 40 außergewöhnlichen Weinetiketten so gut angekommen sind, geht’s jetzt weiter im Text. 30+1 neue außergewöhnliche Weinetiketten aus aller Welt, die oft in ihrer gestalterischen Qualität glänzen, aber immer positiv aus der grauen Weinlabel-Masse herausstechen. Die Auswahl ist natürlich immer noch rein subjektiv…

...
Don Sebastiani & Sons

...
Archer&Vine Wines entworfen von Matt Davey

...
cellar*lavineta entworfen von Lluís Serra

...
À La Petite Ferme entworfen von DesignersJourney

...
Elbows Bend entworfen von THE CREATIVE METHOD


...
Reyneke Organic entworfen von Anthony Lane

...
Vinyes Mas Romaní entworfen von Gabriel Morales

...
Two Fins Wine entworfen von PUBLIC Creative

...
V&S Wine Maru entworfen von Silver

...
Polaner Selections entworfen von Louise Fili Ltd

...
Mad Bay Wines entworfen von PUBLIC Creative

...
Ψ PSI

...
First Drop Wines entworfen von /M/A/S/H/

...
K Vinters

...
Skylark Wine entworfen von Inhouse Design

...
Penfolds entworfen von Ben Krantz

...
Southpaw Vineyards entworfen von Parallax

...
megalomaniac entworfen von Brandever

...
Cash & Tasty “Recession Wine” entworfen von BOLD

...
Seriously Pink entworfen von Frank Aloi

...
Heathcote II Wine entworfen von Yello

...
Pfeiffer Wines entworfen von Frank Aloi

...
Big House Wines

...
Wine That Loves

...
Weingut Günter & Regina Triebaumer

...
Koala Ranch Wineries entworfen von Colle + McVoy

...
Santé entworfen von Designers Journey

...
Tré entworfen von AUTOGRAPH creative

...
Small Gully entworfen von /M/A/S/H/

...
Shinas Estate entworfen von /M/A/S/H/

...
Dragonfly Winery entworfen von Paul Hutchinson – Hype Type Studio

Beef! oder Bifi?
Dienstag, 15. Dezember 2009

BEEF!

Zugegeben, die neue Zeitschrift Beef!, eine Neon für kochende Männer, liegt schon ein paar Tage am Kiosk. Da wollte ich sie eigentlich auch liegen lassen. Ich bin einfach nicht der Kunde für Zeitschriften, in denen es um Essen & Trinken geht. Und sollte ich doch einmal schwach werden, handelt es sich wahrscheinlich um eine Weinzeitschrift. Trotzdem bereue ich es auch hier eigentlich immer.
Da sich Beef! nicht nur mit Fleisch, sondern auch ein wenig mit Wein beschäftigt, ist nun doch ein Exemplar auf meinem Tisch gelandet.
Und um Wein geht es mehr als wenig. In ganzen sieben Kapiteln, was 17 Seiten bedeutet, werden elementar die elementarsten Wein-Basics vermittelt. Flaschengrößen, Lagerung, Verschlüsse, Etiketten usw.
Solcherlei ist zwar weder originell, noch neu, trifft aber nach meinen Erfahrungen immer wieder auf dankbare Kundschaft.
Dazu berichtet in der vielfältig einsetzbaren Rubrik „Die Flasche meines Lebens. Große Männer, große Momente“, der Hamburger Pianist Joja Wendt über seine Begegnung mit einer Flasche 1947er Chateau Cheval Blanc in Kiew.
Am Rande sei erwähnt, dass TVINO Medienpartner ist. Demzufolge bekommt man die empfohlenen Weine natürlich auch dort. Den Cheval Blanc mal ausgenommen, nehme ich an. Dass dann unser Hendrik Thoma ein Glühwein-Rezept beisteuern darf, versteht sich ja beinahe schon von selbst.
Natürlich geht es auch ums Essen. Und um Fleisch. Selbstverständlich auch um das beste oder besser teuerste Steak(fleisch) der Welt. Überraschender Weise hat man sich nicht für Kobe-Rind entschieden.
Man(n) bekommt erklärt wie man einen Hasen das Fell abzieht und richtig zerlegt. Ein paar Seiten weiter werden die passenden, “zum sterben schönen” und entsprechend teuren Messer empfohlen.
Da der harte Kerl auch einen weichen Kern hat, kann er sich diesen in Form eines „feinsten Mozzarellas“, zum angeben und unter Anleitung nachbauen.
Theoretisch hätte es eine ganz nette Zeitschrift werden können. Wären da nicht das ständige Abreiten von „Männer sind so“-Klischees. Da man offenbar davon ausgeht, dass auch kochende Männer nur ans ficken denken, gibt’s noch „Kann man eine Frau ins Bett kochen, Prof. Drouard?“ Natürlich nicht, ohne die obligatorischen Bilder mit einer nackten Tante zu vergessen. Zum Glück nicht Sarah Wiener, die gibt’s nur in einer Anzeige.
Dazu so was wie das „Kochen mit Eiern. Alles Wissenswerte zur Gründung von Männerkochclubs.“ Hä?!
Und Premium für den kochenden Mann. Japanischer Whisky für 96 Euro, ein „Kultherd“ für 11200 Euro, ein Kilo Fisch für 760 Euro, einen Stuhl für 640 Euro, eine Lampe für 1000 Euro, usw.
Und wenn es mal ohne Beef! gehen muss, Rezepte für Toast Hawaii, Senfeier und Bratkartoffeln zum auswendig lernen.
Der Untertitel von Beef! lautet „Für Männer mit Geschmack“. Besser wäre „Für Männer ohne Geschmack, aber mit genug Geld, um alles nachzumachen was man ihnen sagt“.
Das wäre zwar ehrlicher, aber wohl etwas zu lang….

WC Lektüre vom 06.12.2009 (Nikolaus-Edition)
Sonntag, 6. Dezember 2009
  • Südafrika und Wein… Nein, nein. Falsch gedacht. Es geht nicht nach Hamburg, sondern zu Dirk Würtz. In Weinland Südafrika – Fakten genau genommen, geht es um Wein, Südafrika und Fakten. Ok, es gab beim Blogggwart schon spannendere Artikel. Aber es soll ja Leute geben, die auf solche Zahlen abfahren.
  • Zum Beispiel Eckhard Supp aus Hamburg. Dieser hat, nachdem Statler zurzeit ärgerbedingt ausfällt, als Waldorf beide Rollen zu stemmen. Also hackt er auf dem Würtz und seinen Südafrika-Fakten rum. Auch wenn es mir vollkommen Rille ist, ob es zum Beispiel in Südafrika 504 statt 481 private Kellereien gibt, der Versuch Aufmerksamkeit zu erzeugen, gelingt. Zumindest bei mir…
  • Apropos Zahlen. Warum muss erst ein Brasilianer kommen, um so schick ein paar Fakten über global levels of wine consumption darzustellen? Planet of Grapes.
  • Der gar nicht so “idealistisch-naive” Christian Hörtrich wünscht sich den Weinfrieden 2.0. Der Grund sind gewisse Ereignisse in der Weinszene der letzten Wochen. Wer hat schon was gegen Frieden.
    Allerdings grüßt hier wieder mal das Murmeltier. Exakt die gleichen, frommen Wünsche kommen jedes Mal wieder, nachdem es in der Weinszene etwas turbulenter zuging.
    Und führt nicht genau dieses zwanghafte Streben nach „Friede, Freude, Deckel drauf, Klappe halten“ erst zu dem Ärger, den es verhindern soll? Aber das Thema ist ja schon fast einen eigenen Artikel wert.
  • Apropos Frieden. Einige Leser haben bei mir nach Neuigkeiten in der Causa Scheuermann nachgefragt. Antwort: Es gibt keine. Zumindest sind mir keine bekannt. Zurzeit habe ich zum Glück auch keine Muse und wenig Lust mich damit zu beschäftigen… Eine Art Zusammenfassung zu späterer Zeit schließe ich natürlich nicht aus.
  • Beim Ultes, bekannt als IHK-geprüfter Weinfachberater und Gärtner vom Würtz, gab es vor einiger Zeit einen schönen Beitrag (incl. ebensolcher Diskussion) zum Thema Kennzeichnungspflicht auf Weinetiketten in naher Zukunft.
  • Es gibt wenige Winzer die bloggen. Und es gibt ganz, ganz wenige Winzer die in ihren Blogs auch mal unangenehme Themen ansprechen. Patrick Johner ist einer davon. Hier hat er mal laut über seinen Umgang mit WeinPlus nachgedacht. Respect!
  • Und zum Schluss noch 10 Bizarre Wine Brand Names. Einige kennen wir zwar schon von den 40 außergewöhnlichen Weinetiketten. Aber, egal…
WC Lektüre vom 21.11.2009 [Updates]
Samstag, 21. November 2009
  • Ich hatte zum neuen Gault Millau hier schon meinen Senf hinterlassen. Trotzdem nochmal zum Thema zurück. Dirk Würtz ein paar sehr schöne Interviews geführt, die einen hübschen Einblick geben wie man bei einem Weinführer so tickt.
    Zuerst Ex-Herausgeber Armin Diels Abschiedsrede. Nicht Dr. Helmut Kohl im Interview mit Heinz Klaus Mertes, sondern als nächstes Armin Diel im Interview mit Dirk Würtz. Und zu guter letzt Herausgeber Max… ähmm… Joel Payne ebenfalls im Interview. Sehenswert mit allen Zwischenhieb… tönen für alle die, die noch nicht die Nase voll vom Thema haben.
  • Passt dazu: Ein offenes Statement von Patrick Johner zum Ende des sog. Winzeraufstandes gegen Gault Millau. Die Runde mag an den Weinführer gegangen zu sein. Ich bezweifle aber stark, dass der Gault Millau mit dem Konzept ‘Wenn die Leser weg sind, holen wir uns das Geld eben woanders und eigentlich sind sie uns ja egal. Basta.’ auf Dauer den Erfolg haben wird.
  • Ein Blick rüber, nach Britannien. Ich mag ja eigentlich die schick gemachten und locker geschriebenen Weinbüchlein von Matt Skinner. Aber als Einkaufsführer hab ich sie noch nie gesehen. Darum wundert mich auch die Meldung nicht, dass manche empfohlene Weine gar nicht wirklich probiert wurden.
  • Ich habe mir ja schon lange die Finger fusselig geschrieben, was den Blödsinn von Blogoscoop, Page Impressions and friends angeht. Nun ist das Thema auch in den B2B-Weinblogs angekommen. Michael Pleitgen hat auf seinem Blog zurzeit eine sehr hübsche Diskussion laufen. Ich mag ja so was.
  • Last but not least, the Weinreporter. Mario Scheuermann ist im Moment abgetaucht unbekannt ‘verzogen’ irgendwie nicht da. Dass es eventuell an diesem Märchen oder an gewissen neuen, alten Geschichten (hier direkt als PDF) liegt, ist aber nur ein Gerücht. Kein Gerücht ist es aber, dass eine Menge faule Trauben in der Maische sind. Und dabei meine ich ganz bestimmt nicht Botrytis cinerea.
  • [Update 22.11.09] Auch wenn ich ja bei Niko Rechenberg nie genau weiß, was er eigentlich ist, ein Schisser ganz bestimmt nicht. In einem durchaus offenen Brief an Dirk Würtz und an uns alle, schreibt er seine Meinung zum neuen Gault Millau, der Sperrfrist, den Reaktionen dazu und dem ganzen anderen Rest. Dazu bestätigt er einige Aussagen des ‘Scheuermann-Artikels’ in der Weinwirtschaft. Jedenfalls lese ich das so. Das passt alles so dermaßen hier rein, dass ich es in diese WC Lektüre gerne nachschiebe.
    P.S. Sein Server hat sich inzwischen wohl erholt. Gestern Abend war da noch Schicht im Schacht vor lauter Page Impressions.
    P.P.S. Eine ‘angedrohte Strafe’ in Höhe von 5000 Euro für die Nichteinhaltung seiner ‘Sperrfrist’ riskiere ich gerne. Mit den Zugriffen auf Weincasting, die ich in letzter Zeit hatte, zahle ich so was inzwischen aus der Portokasse.
  • [Update 23.11.2009] Mario Scheuermann hat sich gemeldet. Zum allerersten Mal nimmt er auf seinem Blog öffentlich Stellung, bittet bei den Betroffenen um Entschuldigung und spricht eine Regulierung des entstandenen Schadens an. Dies muss dies darf kann man anerkennen.
    Aber, das waren erstmal nur ein paar Worte. Es bleiben noch viele Fragen offen. Auch wenn der Schaden am selbsternannten Leitmedium der Online-Weinszene irreperabel bleiben wird, an den Taten wird er sich messen lassen müssen. Von einer ‘brutalstmöglichen Aufklärung’, von der Dirk Würtz gesprochen hat, kann dies nur der Anfang sein. Die Latte liegt immer noch hoch, sehr hoch.
  • [Update 24.11.2009] Mario Scheuermann hat sich wieder gemeldet. Aber diesmal direkt bei mir. Er hat mir im groben, aber sehr sehr sanft, die Dinge geschildert, so wie er sie sieht. Die sehen naturgemäß ein klein wenig anders aus, als es in der ‘Weinwirtschaft’ steht. Gehen aber in die Richtung seines Statements von gestern.
    Die Wettbewerbe hätten stattgefunden, alles wäre von ihm nur einfach schlecht kommuniziert worden. Bis auf die Sauvignon blanc Trophy, da kam noch der bewusste Crash dazu.
    Er wird sich aus der Diskussion hier und anderswo auch weiterhin heraushalten, aber in den nächsten Tagen ausführlicher Stellung nehmen. Bei sich, zu den Wettbewerben, vielleicht auch noch zu mehr.
    Na schau’n mer mal.
    Und es geht weiter. Jetzt hat sich auch Niko Rechenberg, Kollege und Medienpartner eines Wettbewerbs, in einem offenen Brief zur Causa Scheuermann gemeldet. Und das liest sich nicht gerade nach Wogen glätten… überhaupt nicht.
WC Lektüre vom 15.10.09
Donnerstag, 15. Oktober 2009
  • Das System Deutsche Weinkönigin aus den frühen 50ern muss dringend entstaubt werden und sich aus der volkstümlichen Schunkel-Umklammerung befreien. So ähnlich sieht das auch six-to-nine.
    Aber bitte keinen deutschen Jungwinzerinnen-Kalender. Das Ablichten in Reizwäsche sollte weiterhin mittelprächtig talentierten C-Promis überlassen werden.
  • Eine Alternative um das Konzept Weinkönigin breiteren Schichten zugänglich zu machen, kommt aus Berlin-Kreuzberg. Denn gibt es jetzt auch dort eine Weinkönigin: Stefan Bolz aus Wedding. Mal sehen, wie sich die Gute bei der nächsten Wahl zur Deutschen Weinkönigin so schlägt…
  • GooWei. Was? Klingt wie ein chinesischer Plagiateproduzent, ist aber eine neue Weinsuche im Internet von Wein-Plus auf Google-Basis. Bliebe die Frage: Wer hat darauf gewartet? Hand hoch! Dachte ich mir…
  • Während sich Weinblogger und Weintwitterer über Hugh Johnson heftigst aufregt haben, weil er meinte ‘Deutsche Weine können eigentlich nicht gut sein’, regt er sich über die geplante Moselbrücke auf.  Dies hat übrigens auch schon Stuart Pigott getan. Damit liegen sie im Trend, denn das Thema spielt in gesamten internationalen Weinjournallie (incl. Blogs, Twitter und co.) eine Rolle. Nur in Deutschland sitzt man die Sache in Ruhe aus. Wer sich das Video mit Stuart Pigott ansieht, wird ahnen warum…
  • In eigener Sache: Ich werde in letzter Zeit öfters gefragt was denn mit Weincasting los sei. So wegen der Postingfrequenz. Die Erklärung: Ich habe im Moment nicht sooo viel Zeit, darum geht es hier etwas ruhiger zu. Das wird sich aber wieder ändern. Stay tuned.
Anonyme Köche. Online goes Print.
Mittwoch, 7. Oktober 2009

AK

Muss man ein Blog als Buch herausgeben? Nö. Will man oft auch gar nicht haben. Eine Menge Blogs haben sowieso nichts besseres zu tun, als die Welt mit möglichst vielen Informationen zu beglücken, die eine Halbwertszeit von einigen Tagen haben. Wenn überhaupt.
Glücklicherweise gibt es in diesem Tümpel an Belanglosigkeiten einige Inseln der Glückseligkeit. Nicht viele, aber immerhin.
Die Anonymen Köche sind eine davon. Auch wenn ich schon mal erklärt habe, dass ich kein besonderer Freund von Koch… Rezept… Foodblogs bin, das Blog von Claudio tanzt gemeinsam mit einigen wenigen, anderen für mich aus der Reihe.
Und das liegt nicht nur daran, dass er mit mir die Liebe zu Hackbällchen teilt. Sogar zu denen aus dem schwedischen Möbelhaus mit dem Klecks Preiselbeermarmelade.
Wunderbar entschleunigt und mit sehr viel Liebe geschrieben, schaue ich gerne, immer wieder mal vorbei. Denn hier stimmt nicht nur der Inhalt, hier stimmt auch die Form. Für mich das einzige… zumindest fällt mir gerade kein anderes ein… deutschsprachige Foodblog bei dem man kein Augenkrebs bekommt.
Und nun gibt es dieses Blog als Buch. Damit eröffnen sich natürlich neue Möglichkeiten. Man kann Claudios kulinarischen Geschichten nun auch mit aufs Kl… in Badewanne oder Küche nehmen. Oder sich Fettes Brot, Discount Kobe-Beef, Kloß to heaven, Lämmle live, einem asketischem Abendmahl und anderen Konsorten, einfach frei von 1024×768, 1280×800, 1440×900 und Akkuzwang auf dem Sofa hingeben.
Da bleiben kaum Wünsche offen. Wenn ich doch einen frei gehabt hätte, dann wäre es ein Hardcover für das Buch gewesen.
Ja, hmmm und… Doch, ich sag’s: Einen etwas sparsameren Umgang mit der Aachen Bold hätte ich mir auch gewünscht. Die ist für Headlines gedacht und da sollte man sie auch lassen. Das war’s dann aber auch wirklich.
Zu bekommen im gut sortierten Buchhandel (und dort) und für die geizigeren Zeitgenossen unter anonymekoeche.net als Blog für umsonst.
Und für die, die nach dem Buch noch Nachschlag wollen…

40 außergewöhnliche Weinetiketten [Update]
Montag, 14. September 2009

Jetzt gibt’s was auf die Augen! 40 außergewöhnliche Weinetiketten aus aller Welt, die oft in ihrer gestalterischen Qualität glänzen, aber immer positiv aus der grauen Weinlabel-Masse herausstechen. Die Auswahl ist natürlich rein subjektiv…

...
DADA
entworfen von Inhouse Design

...
Gut Oggau entworfen von Jung von Matt

...
Matsu entworfen von Moruba

...

Monster Vineyards
entworfen von Brandever


Piper Heidsieck – Rosé Sauvage entworfen von Viktor and Rolf (mehr…)


...
(Oops) Wines

...
Magnificent Wine

...
Michael Austin Wines entworfen von Hatch Design

...
Frog’s Piss gefunden bei stuff4restaurants

...
Blasted Church Vineyards

...
Mad Housewife

...
Mini Garage Winery entworfen von Kolle Rebbe

...
Bin Wine entworfen von Dare!

...
Drinks Well. entworfen von Robot-food

...
Nice Nose entworfen von Robot-food

...
Blidfrukt Vit entworfen von Jop Quirinndongo

...
He Said She Said entworfen von Manifesto Design

...
Henry of Pelham Wines entworfen von Insite Design

...
Madeinmilan entworfen von Fabio Bressan

...
Marauding Vintners entworfen von /M/A/S/H/

...
Return of the Living Red entworfen von /M/A/S/H/

...
Weinquartier entworfen von bauer konzept & gestaltung

...
Changing Lanes Wine entworfen von /M/A/S/H/

...
Logan Weemala entworfen von War Design

...
Boarding Pass entworfen von ICON Design Group

...
Lazarus entworfen von Baud

...
M.A.D. Wine entworfen von Asylum

...
Mollydooker Velvet Glove entworfen von /M/A/S/H/

...
Mollydooker entworfen von /M/A/S/H/

...
Frank B entworfen von Talia Cohen

...
Elk & Wolf entworfen von Social UK

...
Shalev Wine entworfen von Nine99 Design

...
Shefa Wine entworfen von Nine99 Design

...
Gumbleone entworfen von The Creative Method

...
The Waxed Bat entworfen von STRANGER & STRANGER

...
McGuigan Wines (Handmade) entworfen von STRANGER & STRANGER

...
Ysios & Ion Fiz entworfen von Supperstudio

...
Weingut Markus Schneider entworfen von die medienagenten

...
Weingut Martin Tesch entworfen von Fuenfwerken Design AG

...
Niepoort Vinhos entworfen von alessandri design

[Update] Hier geht es inzwischen mit 30+1 neuen außergewöhnlichen Weinetiketten weiter.

WC Lektüre vom 02.06.09 [Update]
Dienstag, 2. Juni 2009
  • Silvaner für Europa? Freunde einer ehemaligen Spaßpartei wollen gekonnt auf die Krise reagieren und recyclen peinlich-spaßige Wortspielchen von ehemaligen Kleingartenjubiläen. Und damit man nicht so allein ist, zieht man Hand in Hand…  Ach, lesen Sie selbst.
  • Wenn Silvaner gut für Europa sein soll, was ist dann Silvana von der fdp? Prosecco aus der Dose? Oder wie soll ich das sonst verstehen… Und das.
  • Und weil es so schön ist, noch mal Politik. Vielen Bürgern fällt es zunehmend schwer die Parteien auseinander zu halten. Das pasiert inzwischen auch einigen Parteimitgliedern. So hält man sich bei der CDU auch schon mal für die SPD. Stellt sich dabei allerdings alles andere als clever an.
  • Blogs sind im allgemeinen auch dafür bekannt, dass man sich durchaus mal ein paar deftige Dinge offen um die Ohren hauen kann, sich nicht unbedingt mögen muss, aber doch irgendwo bei offenen Visier miteinander umgeht. Unter Weinbloggern sieht das leider immer wieder mal anders aus. Jedenfalls ist mir sonst kein Blog bekannt, das aufgrund von ‘verdeckten Aktionen’ eines anderen (Auch-)Bloggers alles hinschmeißt. Dass es am Ende nun doch nicht ganz soweit kommt, macht die Sache aber nicht besser…
  • Endlich mal wieder eine Top Ten Liste. Über Lücken der ‘Ten Architectural Wonders of the Wine World‘ kann man zwar im Einzelnen diskutieren, ist aber trotzdem ganz nett.
  • Alex vom Blind Tasting Club kommt ja immer schön rum. Aber auf seinen Besuch im Lavinia Winestore in Paris bin ich schon etwas neidisch. ‘Yes, one of the wines you could try here. My eyes got big! And, yes, 15 Euro for 0,03l, but better than 230 Euro for a bottle.’ Eben, billiger kommt man an einen Schluck 2004 Chateau Haut-Brion sonst nur als Weinjournalist.
  • Holger Klein verfolge ich auch schon seit längerer Zeit unter stackenblochen. Holgi sind die anderen 50% von ‘Christophs und Holgis Mixtouren’ bei originalverkorkt. Darum geht es auf stackenblochen auch um Wein. Aber nicht nur. Und nicht immer.

[Update]

  • ‘Zusätzlich wurde mir mit diversen Klagen offen, in Emails und Hintenrum gedroht. Naja.’ Also DAS kommt mir dann aber doch bekannt vor…
WC Lektüre vom 08.05.09
Freitag, 8. Mai 2009
  • witzig war es in der kaffeepause neben einem haufen meedia-journalisten zu sitzen. schwanzvergleich, klickzahlen-geilheit und -angeberei scheint bei den journalisten, im vergleich zu bloggern, nochmal um den faktor zweitausend verstärkt zu sein.‘ hehe… *hust* hehe… wirres von einer komischen veranstaltung namens next09.
  • und jetzt wieder mit großbuchstaben: Rivva geht langsam den Bach runter. Rivva hab ich persönlich immer nur dadurch wahrgenommen, dass manche ein Pfützchen vor Freude gemacht haben, wenn sie dort mal aufgetauchten.
    What’s next? Technorati wäre überfällig, ist aber bei Werbekunden immer nach unten offen. Und um Blogoscoop, Wikio und Metaroll ist es auch verdächtig ruhig geworden…
  • LarsB ist wieder (richtig) da. Und gefühlt(?) viel regionaler. Auch wenn ich aufgrund der räumlichen Entfernung nicht immer etwas damit anfangen kann: Ich find’s gut.
  • Nach Rudi Knoll gibt es in der lesenswerten ‘…im Gespräch‘-Serie von Dirk Würtz nun auch Armin Diel (Gault Millau), Marcus Hofschuster (Wein-Plus) und natürlich Mario Scheuermann (himself). Da gab’s leider gar nichts Neues. Dabei lägen hier noch einige Leichen im Keller. Wie z.B. ein gewisser Sauvignon-Blanc-Preis. Naja, man kann nicht alles haben…
  • Zehn Gründe, warum Blogs in Deutschland nicht funktionieren. Im Magazin der Süddeutschen.
    Ich hätte da noch einen 11. Grund: Weil in Deutschland oft Leute zu ‘Experten’ gemacht werden, die von Dingen reden, von denen sie keine Ahnung haben.
    Und nächste Woche in der SZ-Reihe ‘Klischees ersetzen Fakten’: ‘Zehn Gründe, warum die englische Küche so schlecht ist.’ Von Heidi Klum. Apropos ‘Experten’: Stefan Niggemeier meint hier dazu:
    Im englischen Original des Artikels bei Reuters (!) schreibt Salmon übrigens keineswegs darüber, „warum Blogs in Deutschland nicht funktionieren”, sondern warum es keine deutschen Wirtschaftsblogger (”econobloggers”) gebe. Aber das war dem „SZ-Magazin” wohl nicht sexy genug.
WC Lektüre vom 10.04.09
Freitag, 10. April 2009
  • Ab Ostern gilt eine neue Verpackungsrichtlinie der EU. Dank guter Lobbyarbeit kann man die Kunden nun besser bescheißen. Muss man zwar nicht. Wird man aber. Wetten dass…?
  • Indiskretion Ehrensache ist eines der wenigen Blogs, welche auf Print gebettet sind und man trotzdem gut lesen kann. Und diesmal besonders
  • Dirk Würtz kann nicht nur gut in Wein und grillen, er hat den Rudi Knoll (u.a. deswegen…) in sein ‘Spinner’-Medium gelockt. Und das ist auch noch sehr lesenswert. Rudi muss bloggen!
  • Stuart Pigott telegrafiert. Da er erklärtermaßen längere Texte lieber in gedruckter Form mag, hat er kein Blog. Vermutlich läuft es darum so: Er schreibt einen Text, druckt ihn aus und faxt ihn an den Verlag. Dort wir er abgetippt und als Weintelegramm ins Netz gestellt. Aber lesenswert ist es trotzdem.
  • Große Gemeinsame Jungweinprobe Mitteldeutschlands am 17. April. Endlich mal wieder eine etwas größere Weinveranstaltung, zu der ich nicht erst tausende Kilometer durchs Land tuckern muss…
Wolfram Siebeck oder Das miese Essen in der Zone [Update]
Freitag, 30. Januar 2009

Es gibt eigentlich nur zwei Berufsgruppen, die unfehlbar sind. Auch wenn einige es gerne würden, Weinkritiker gehören nicht dazu. Wirklich bedeutend sind nur so wenige, dass man keine allgemeine Aussage treffen kann.
Also bleiben nur die Päbste auf der einen und die Restaurantkritiker auf der anderen Seite. Das weiß man einerseits schon seit Jahrhunderten und im konkreten Falle mindestens seit Beginn der 80er Jahre, als Foyer des Artes ‘Wolfram Siebeck hat Recht‘ zum Besten gab.
Und da es ja nicht Restaurantlober, sondern Restaurantkritiker heißt, ist Siebecks Meinung

Seit wann muss sich ein Kritiker entschuldigen, wenn er den missglückten Parsifal eines unbegabten Regisseurs kritisiert?

nur konsequent. In den fünf neuen Ländern Osten der Zone kam man besonders schlecht weg. Zwar gibt es

ein paar besternte Restaurants östlich der Elbe – aber wie wenige sind es!

Derlei Kritik kam bei den Ossis natürlich schlecht an, bedeutet es doch: Keine Sterne, kein Ahnung vom guten Essen.
Grund genug, um sich im Auftrage des ZEITMagazins, seine Meinung durch eine kleine kulinarische Reise untermauern zu lassen.
Dabei soll keiner sagen, er hätte sich nicht wohlwollend bemüht. Vergebens. In Weimar, im

Prominenten-Hotel Elephant … wo auch schon Adolf Hitler wohnte

der ja auch keine Ahnung von Geschmack hatte oder

im Restaurant Anna Amalia (immerhin: ein Michelin-Stern!)

Selbst in Heiligendamm hat er es versucht. Jenem Ort an der Ostsee, wo ja inzwischen Ossis, ob der exklusiven Preise, so häufig zu finden sind wie (echte) Nutten Nonnen im Puff.
Aber neben ein paar kleinen, wenigen Hoffnungsschimmern in Leipzig (Stadtpfeiffer, zum Glück mit einem Stern) oder Dresden (Bülow Residenz, auch ein Stern. Of course) gibt es an Siebecks Meinungsfels einfach nichts zu rütteln.
Selbst der Versuch eines eingewanderten Wessis, Siebeck mittels eines Tipps zu  überzeugen, schlug fehl. Auch das Dresdner Umland konnte es nicht rumreißen:

Vor vierzig Jahren gab es viele Geheimtipps dieser Art [ja schon] in Nordrhein-Westfalen…

Und so bleibt die Aussage von ‘Foyer des Artes’ wohl immer noch gültig, denn Siebeck bleibt standhaft:

Es gibt jedoch auch Vorbilder für eine verfeinerte Form des Kochens. Diese fehlen östlich der Elbe fast völlig.

Allen Zweiflern wird noch schnell ein Hinweis mitgegeben:

Dreimal wurde ich in den zwei Tagen auf meiner Reise durch Thüringen und Sachsen von ZEIT-Lesern auf der Straße angesprochen. Und immer versicherten sie mir, dass ich recht habe: Mit der lokalen Gastronomie im Osten sei tatsächlich kein Staat zu machen.

Und vier Leute mit der gleichen Meinung können dann wirklich nicht mehr irren. Ihr festes Urteilsvermögen reicht bisweilen aus, um wie in Hessen (Fast)Regierungen zu stürzen.
Und falls man immer noch anderer Meinung sein sollte, kann man sich mit Blixa Bargeld trösten:

Das ist das größte Problem in guten Restaurants, dass das Publikum nicht gut ist

Und zu diesem gehört ja auch ein Restaurantkritiker…

[Update]
Er kann es doch. Das Loben. In Eichwalde bei Berlin hat es seine Sterne mal vergessen und ’seine’ Hausmannskost gefunden.

Es bleibt die Frage: Warum sind solche Köchinnen im Osten, im Westen, im Norden und im Süden so selten?

Weil es keinen Einheitsgeschmack gibt? Weil z.B. für manche ein Steinpilz-Cappuccino High Cuisine ist und für andere einfach eine aufgeschäumte Steinpilzsuppe im Cappuccino-Becher.

WC Lektüre vom 14.01.09
Mittwoch, 14. Januar 2009
  • Ich kann mit Kochblogs nichts anfangen. Wenn ich im Internet nach einen Rezept suche, gebe ich schnell auf. 1000 verschieden Zubereitungsarten für ‘Wiener Schnitzel’, die sich auch noch gegenseitig widersprechen, sind zu viel für mich. Da gucke ich doch lieber in ein schönes Kochbuch. Oder mal wieder zu den Anonymen Köchen. Einfach so.
  • Es gibt Weinblogger, die sich aus allem Gedöns heraushalten. Das hat auch den Vorteil nicht ständig in irgendwelche potenzfördernde Toplisten gezerrt zu werden. Trotzdem, oder gerade darum, sind sie gelegentlich sehr entspannt und erfrischend zu lesen. Wie der blind tasting club for example.
  • Frau Duffy kann man mit ihrem Weinpodcast demnächst live und in Farbe erleben. In Geisenheim und für bis zu sehr sportlichen 25 Euronen. Aber das nennt sich dann wohl auch Marketing. Ja früher hat man sowas an gleicher Stelle noch selber gemacht…
  • Apropos Video. Die Johners zeigen hier und hier wie sie ihren Wein machen. Ungekünstelt und schon gar nicht langweilig, wie ich finde. Und dazu noch umsonst. Und zweisprachig.
  • Möglichst viel Leistung, für möglichst kein Geld. Das kennt man unter den Kreativen ja schon länger. Offenbar hat diese Mentalität nun auch die Weinbranche erreicht. Dumm nur, dass es auch hier offenbar genug Deppen gibt, die so was mitmachen. Und wahrscheinlich heißt es dann auch: ‘Aber höhr’n se mal. Is doch ne dolle Referenz für Sie.’
Weinblogs. Das war 2008.
Dienstag, 23. Dezember 2008

Das Jahr 2008 nähert sich nun intensiv seinem Finale. Für viele ist die Zeit einmal zurückzuschauen.
So auch für mich, mit meinem Blick auf die Szene.
Vor einiger Zeit habe ich mich von meiner Blogroll getrennt und über Bord geworfen. Es war eine sehr gute Entscheidung. Ich habe dieses Ding nie wirklich gebraucht und gemocht. Und, die Erfahrung gab mir recht. Weder meine Gewohnheiten, noch irgendetwas anderes haben sich geändert. Nur E-Mails mit Inhalten à la

Kompliment für das Design und die lesenswerten Beiträge. Nun geht mein Blog auch schon in den … Monat. Einen Link zu ihrem Blog habe ich sofort nach dem Einrichten gelegt. Über einen Gegenlink würde ich mich sehr freuen.

bekomme ich jetzt gar nicht mehr.
Aber unter den Weinbloggern hat sich etwas geändert. Nachdem sich lange Zeit eine Art Mehltau breitgemacht hatte, ging ein Ruck durch die Szene. Eine der Ursachen war auch, dass beim Urgestein der Weinblogs ein Fass übergelaufen ist. Aber erst nachdem es von einem selbsternannten ‘Leitmedium’ immer wieder und gegen seinen Willen mit schalem Wasser gefüllt wurde. Und jetzt hat es den Anschein, dass es nach diesem reinigendem Gewitter, unter den Weinbloggern (zurzeit?) eine gefühlte Trennlinie gibt. Wirklich exakt mag ich diese nicht festlegen, aber irgendwie, hängt sie von der Intensität der kommerziellen Ausrichtung ab.
Nun mag man dies bedauern. Aber ich finde, so was gab es schon immer, nur dass es jetzt offen zu Tage getreten ist. Und wirklich exklusiv ist das auch nicht, denn mit manchen Leuten kann man was anfangen und mit anderen nicht. So wie im richtigen Leben.
Besonders oft wurde 2008 festgestellt, dass nun Print endgültig tot sei und die Weinblogs das Ruder übernommen hätten. Ich kenne die ‘Print ist tot!’-Rufe zwar schon mindestens solange wie es Blogs gibt, aber etwas ist schon dran. Das mag auch an der oft gähnenden Langeweile in den deutschsprachigen Weinzeitschriften und deren miesen bis nicht vorhanden Onlineauftritten liegen.
Daran sollte sich etwas ändern. Sonst könnte es, bestimmt bald mit einer deutschen Premiumweinpostille und womöglich mit einigen anderen auch, vorbei sein.
Wie es richtig geht, zeigt wieder mal eine englischsprachige Publikation, deren Internetauftritt oft und gerne als Quelle für die ja so viel aktuelleren Blogs dient.
Der Buhmann oder besser die Buhfrau kam in Form einer deutschen Politikerin. Nicht ganz zu unrecht, aber leider lief die Argumentation zu oft auf ‘BILD’-Niveau. Was Blogs nun nicht unbedingt glaubwürdiger macht, wie wir auch aus einigen Studien wissen.
Wirklich witzig war in diesem Zusammenhang die Fokussierung auf einen wahren Feind der Wein- und Genussszene, die ‘Gesundheitslobby’. Ich befürchte, wenn sich diese noch mit der ’sozialen Gerechtigkeitslobby’ zusammen tut, wird es wirklich eng für die Weinfreunde in Deutschland.
Das Ding des Jahres war Twitter. Eine sogenanntes Microblogingwerkzeug mit max. 140 Zeichen. Unverzichtbar für alle, die der Welt zeitnah mitteilen müssen was gerade essen, trinken, pupsen, im TV sehen oder gerade in ihrem Blog geschrieben haben.  Für mich liefert das Internet allerdings schon ohne Twitter genügend irrelevanten Informationen. Dass jetzt auch solche Herrschaften wie die von Spiegel Online twittern, dürfte ein Zeichen für den bald kommenden ‘Out’-Status sein.
So wie kleine Kinder nie genug von Schokolade bekommen können, geht es für die meisten Online-Redaktionen und manche Weinblogger nicht ohne Besucherzahlen Page Impressions.  Auch wenn nun fast jedes Kind um die Manipulationsmöglichkeiten und damit deren Unsinn weiß, sie sind als Aphrodisiaka für wiederkehrende Rankingorgien einfach nicht tot zu kriegen. So kam es dann auch, dass sich das ‘besucherstärkste’ Weinblog vor lauter Appetit an der Schokolade verschluckt hat. Und wie es sich für trotzige Kinder gehört, sind an den folgenden Bauchschmerzen natürlich immer nur die Anderen und die böse Welt schuld.
Und zu guter letzt die Blog-Vorsätze für 2009? Keine. Ich werde hier weiterhin bloggen, so wie immer. Über was ich will. Wann ich will. So oft ich will. Und so lange ich noch will.
Ach ja, der Beitrag kommt bewusst ohne Links aus. Ich denke, die meisten Leser werden wissen worum es geht und den anderen dürfte es egal sein.

WC Lektüre vom 17.08.08
Sonntag, 17. August 2008
WC Lektüre vom 18.07.08 [Update]
Freitag, 18. Juli 2008
  • Coca Cola behauptet in ihrer neuen Reklame, dass sie schon seit 1886 auf künstliche Aromen und Konservierungstoffe verzichten. Das fanden einige Blogger so cool und witzig, dass sie die Meldung gleich abschrieben. Der Frostablog findet die Aussage auch sehr witzig, ‘weil es nämlich vor 122 Jahren noch gar keine künstlichen Aromen und Konservierungstoffe gab und man gar nicht wusste, worauf man verzichtete’.
  • Superblogs 08: The Winner is… Nee, war nur Spaß. Irgendwann is gut…
  • Mal wieder Pagerank vergleichen? Kann man bei hier schön machen. Dazu gibt’s noch hübsche Argumentationshilfen, wenn es noch nicht so ganz mit dem Erfolg geklappt hat. Auch am Rest der Seite sollte sich manch einer ein Beispiel nehmen! Da soll mal einer sagen ich hätte nichts für Rankingfans übrig…
  • In Frankreich könnte(!) ein Verbot von Weinblogs drohen. Schau’n mer mal. Aber selbst wenn, die Online-Community wird doch sicher einige Auswege finden. Wir sind ja nicht in China. Noch nicht…
  • Folgt auf Blues jetzt Rock? In der Weinbloggerszene wird wieder korrigiert und gestritten. Auch wenn das selbsternannte Weinblogger-Politbüro so was sicherlich als Randale bezeichnen wird, ich bin natürlich begeistert…
  • [Update] Ich habe keine Ahnung ob es sich bei diesem Beitrag von Niko R. à la William Foster, um eine Selbstreflexion als Blogger, eine Reflexion als Journalist oder eine reflektierte Selbstreflexion als bloggender Journalist handelt. Aber dennoch ist das Ding so einmalig, das es dicke für eine Nachnomminierung reicht. Ausschlaggebend war offensichtlich dieser, auch oben schon erwähnte Beitrag vom Winzerblogger.
Rappers on wine
Freitag, 11. Juli 2008

Like a bottle of Châteauneuf-du-Pape /
I’m fine like wine when I start to rap…
Beastie Boys, Body Movin’

I’m just getting better with time /
I#m like Opus One young
Jay-Z (below), Show Me What You Got

Is it’s cause I bust wit stuff that just shut up niggaz /
Flow like dro, I pull then clip it /
or mix it wit some Moët then sip it
Busta Rhymes, Violators

Gettin’ freaky with the thug niggaz up in the club /
Ask to buy a drink, you holla Dom Pérignon /
Knowin’ I’m a cash getter still I remain calm /
Let you chill with me
2Pac, Niggaz Nature

When we came through the do’ /
I copped a case of Cristal, an copped on bottle of Mo’
50 Cent, The Hit

Erwartungsgemäß zwar etwas Schampuslastig, aber gefunden in der aktuellen Ausgabe des Decanter.

WC Lektüre vom 06.07.08
Sonntag, 6. Juli 2008
  • Lambecks Wein(Vermarktungs)Welt schreibt ja gelegentlich Blödsinn. Aber, sämtliche Kommentare werden dermaßen kompromisslos ignoriert, dass es fast schon wieder sympatisch ist.
  • Bela Anda, formerly known as Regierungssprecher Bela Anda, schreibt im Cicero mehr oder weniger Neues über Wein und Wahrheit… und den Ex-Bundeskanzler.
  • Genussblogs startet demnächst die nächste Runde ihrer legendären Genussblogs Awards. Das wird bestimmt wieder… lustig. Aber keine Angst, ich sitze auch diesmal nicht in der Jury.
  • Lieber Wein! der Weinblog für Genuss’ ist seit Anfang Februar restlos ausgetrocknet. Das spricht für sich, denn er/es entstand aus einem Seminar zum Thema Online-Marketing von Studenten der HTWG Konstanz…
  • Das Deutsche Weininstitut sucht eine PraktikantIn für Öffentlichkeitsarbeit. Jeden weiteren Kommentar, der mir dermaßen auf der Zunge liegt, spare ich mir aber…
Lambecks kleine Weinwelt
Dienstag, 24. Juni 2008

Es ist ja nicht so, dass die ‘Welt(online)’ eine große Weinpostille ist. Man beschränkt sich mehr oder weniger auf Artikel à la Werbung Online oder auf die Kolumne von Herrn Lambeck.
Und nun ist dem ‘Weinkenner Martin S. Lambeck’ offenbar eine Flasche sächsischen Weines auf Tisch gestellt worden. Zeit sich auf ‘Der neue Wein aus der Goethezeit‘ kurz mit der Ostzone ‘DDR’ DDR dem Weinbau ‘drüben’ auseinanderzusetzen.

Zu den großen Zaubertricks im Deutschland unserer Tage gehört es, bei der Europäischen Union die Rechte zur Neu-Aufrebung von Weinbergen zu erlangen. Osteuropäische Nachbarn werden in Brüssel bevorzugt. Deutsche Winzer schauen zu 90 Prozent in die Röhre – es sei denn, man plant Rebflächen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR!

Gut, spätestens seit Wallraff wissen wir ja, wie bei Springer recherchiert wird. Und man braucht auch keine Glaskugel um diesen Blödsinn auseinander zunehmen.
Der ‘Zaubertrick’ bedarf rein innerdeutschen Beziehungen Kontakten, denn die Europäische Union hat keinen Quadrat-Millimeter zur weiteren Ausdehnung herausgerückt. Sondern Rheinland-Pfalz, auf dem Gebiet der ehemaligen BRD, die mit ihren Aufrebungs-Rechten nicht wissen wohin. Und auch der Westen schaut nicht NUR in die Röhre.

Die neuen Anbauflächen bei Weimar erfordern eine eigene Kellertechnik, und sie gehören zum deutschen Anbaugebiet “Saale- Unstrut”. Unter diesem Namen werden in den neuen Bundesländern kleine Einzelgebiete bis hin nach Mecklenburg-Vorpommern zusammengefasst.

Das ist zwar nicht unbedingt falsch, aber das Gros der Fläche liegt nach wie vor im Gebiet um Saale und Unstrut. Und ‘Sachsen’ ist auch nach wie vor nicht ‘Saale-Unstrut’.

Im Zuge des Klimawandels haben sich im Osten bereits mehrere hochprofitable Qualitätsweingüter entwickelt. Der Bereich Saal-Unstrut verdient am Leipziger Speckgürtel der Industrie. Sachsen mit Dresden und Meißen machen ein gewaltiges Geschäft mit internationalem Tourismus. Genau hier liegt auch die große Zukunft der Weimarer Weine: Ähnlich wie Dresden hat auch Weimar ein hochklassiges internationales Touristen-Publikum. Da werden selbst hohe Preise für gute Qualität schnell und gern bezahlt.

Wein aus dem ‘Osten’ ging schon immer gut weg. Besonderns an Einheimische, Stammkunden, den gut sortierten Weinhandel und die Gastronomie. Da brauchte es gar keinen Klimawandel.
Sollte man sich allerdings auf einen Leipziger Speckgürtel (Na, Herr Lambeck, Sie waren noch nie im Leipziger Umland? Oder?) oder internationale Luxus-Touristen in Dresden (Die Lieblichtrinker mit den Reisebussen aus Wanne-Eickel?) verlassen müssen, dann gute Nacht.
Achja, der Wein in der Flasche. Ein 2007 Müller-Thurgau vom Weingut Schloss Proschwitz.

Der 2007er Müller ist ein duftiger und dennoch dichter Wein von hoher Mineralität. Das liegt an dem Boden, auf dem der Sachse wächst: Granit von Löß durchsetzt. Im Aromenspektrum entwickeln sich Limette, Nuss und florale Aromen. Der Wein hat einen großen Nachhall und hat Lagerpotential. Freilich ist er frisch und kalt auf der Terrasse eine Offenbarung!

Ok, die Weine aus Proschwitz können sich schon seit Jahren nicht die schlechtesten. Und nicht nur im Osten. Aber das ist ja auch nichts Neues.

The Hitchhiker’s Wine Guide to the Galaxy
Dienstag, 20. Mai 2008

HW2G2

Sozusagen von Iris inspiriert habe ich mir endlich ‘The Winemaker’s Essential Phrasebook’ zugelegt.
Das Ganze hat zwar einen lausigen Pharma-Liste-Plastik-Einband und eine für Bücher aus Britannien nicht ganz untypische Packpapier-Qualität, ist aber sonst recht nützlich.
Mit Sätzen wie ‘¿Prefiere etiquetas normales autoadhesivas/adhesivas?’ lässt es sich beim nächsten globalen Winzerbesuch in ganzen sechs Sprachen wunderbar auf die Kacke hauen.
Da auch Ernie Loosen mitgewirkt hat, dürfte der Inhalt durchaus in Ordnung gehen.
Im Gegensatz zu den früher recht unerfreulichen £25, ist es inzwischen sogar recht günstig zu bekommen…

WC Lektüre vom 18.04.08
Freitag, 18. April 2008
  • Wer schon immer wissen wollte, welches das letzte Menü auf der Titanic war, ist beim Cooking Monster richtig. Die Weinkarte würde mich aber mehr interessieren…
  • Wird Gary Vaynerchuk langsam lästig? Mit Spam an die amerikanische Wein Community (hier und da) ist er jedenfalls auf dem richtigen Weg…
  • Italiens Weinskandal hat laut report München ‘inzwischen’ auch die deutschen Supermärkte erreicht.Na so was?! Ständig dreht man an den ‘Guten-Wein-bekommt-man-nicht-für-zweifuffzich’-Gebetsmühlen und trotzdem wird sich regelmäßig gewundert, dass da wohl was dran ist… Um am nächsten Tag wieder zur Tagesordnung überzugehen.
  • Don’t trust the Internet. Heute: Online-Umfragen.
  • Sensation! Der Winzerblogger hat im Westen ein ‘original’ FDGB-Ferienheim entdeckt! Und macht dort auch gleich eine Reha.
  • Parker hält den Großteil des 2007er Bordeaux für enttäuschend. Aber das hat ja noch nichts zu bedeuten. Noch.
  • Fakten, Fakten, Fakten: Wein bewahrt vor Demenz. Außerdem macht er schön, sexy und fördert das Leberwachstum.
  • Dumm und/oder dreist? Mit Wein klauen kommt man auch ins Schweizer Fernsehen (Video in Switzerdütsch und als leider nur als wmv). Ich war’s aber nicht… (via)
WC Lektüre vom 13.03.08
Donnerstag, 13. März 2008
WC Lektüre vom 11.02.08
Montag, 11. Februar 2008
  • Von wegen, Studenten haben kein Geld. An der FH Geisenheim ist auch schon mal ein 1999 Penfolds Grange ‘drin’.
  • Tschüß Silikon, Hello ‘The Wine Rack’. Bislang nur für Frauen und für vergleichsweise günstige $29.95. Na denn…
  • Wissenschaftler haben ein Gerät entwickelt, mit dem man (letzten Endes) Kopfschmerzen nach Rotwein-Genuss verhindern kann. Dafür reicht mir oft ein Blick aufs Etikett.
  • Diese unerfreuliche Geschichte eines ähh… Kochbuchs geistert ja schon lange durchs Internet. Sicher, Bilderklauer können lästig sein. Aber wer sich so gut mit SEO-Maßnahmen auskennt, der dürfte doch schon mal was von Nofollow-Tags oder htaccess-Dateien gehört haben. Oder?!
  • Apropos Kochbuch. Wenn nur alle Kochblogs so schön anonym wären …
  • Was machte eigentlich eine Winzerin im Winter? Unter anderem auch so etwas.
WC Lektüre vom 05.02.08
Dienstag, 5. Februar 2008
  • Die Top 100 Weine 2007 vom Wine Spectator. Für unentschlossene Punkte-Trinker zum runterladen und einrahmen.
  • Aller guten Dinge sind drei. Bottle Shock, ein Film ‘über’ Wein und die legendäre Probe 1976 in Paris. Mehr im Club
  • Die ‘WELT Online‘ schreibt gerne Unsinn. Dass ist zwar nicht so neu, aber trotzdem immer einen Aufreger und eine anschließende Diskussion nach meinem Geschmack wert. Popcorn?!
  • Bonjour tristesse. Der Winzerblog hat sich bei den deutschen Weinbauverbänden umgesehen.
  • GOOD MORNING HAMBURG! Der Stern hat gerade Gary Vaynerchuk entdeckt
  • … und ich, dass es beim Stern einen … ähm … Weinblog mit einer sehr witzigen Blogroll gibt.
WC Lektüre vom 16.01.08
Mittwoch, 16. Januar 2008
  • Nach dem Erfolg von YouTube war es wirklich nur eine Frage der Zeit bis FoodTube. Voila!
  • Giuseppe Penone durfte 30% vom Etikett des aktuellen 2005er Chateau Mouton bemalen. Aufgrund des surrealen Preis-Leistungs-Verhältnisses der großen Rothschilds könnte es aber bald günstiger sein, sich nach einem Original von Penone umzusehen.
  • Vinifera das erste Wein-Flash-Bunt-eMagazin für Frauen, in seiner zweiten Ausgabe. Was haben die Frauen nur getan, um ständig und überall von dieser ‘Society-Expertin’ verfolgt zu werden?
  • ‘Niemals teuren Wein bei Ebay kaufen’. Das meint im Handelsblatt der Geschäftsführer eines Weinhandelshaues für teuren Wein. Eine andere Aussage hätte mich auch sehr verwundert.
  • Teurer Wein schmeckt besser. Diese sensationelle Nachricht geistert zurzeit nicht nur durch den Stern. Ob das Gros der Deutschen jetzt für Wein durchschnittlich doppelt soviel ausgeben und verstärkt zur 3,99 Euro Preisklasse greifen wird?
WC Lektüre vom 03.01.08
Donnerstag, 3. Januar 2008
  • Bonny Doon zieht blank! Randal Grahm veröffentlicht alle(!) Inhaltstoffe auf seinen Etiketten.
  • Weinverkostungen.de goes Oma! Mr. Günther ärgert sich über das TV-Programm zu Silvester.
  • Tour Grosses Gewächs. Im Rennen um den am dämlichsten klingenden Namen für eine ‚Nur für Fachbesucher!’-Veranstaltung, hat der Verband Deutscher Prädikatsweingüter schon mal vorgelegt.
  • So viel Heimlichkeit in der Nachweihnachtszeit. Irgendwas tut sich da hinter den Kulissen beim Winzerblog.
  • Es wird verkostet.de. Irgendwie hab’ ich ein Déjà Vu. Oder zwei.
  • Achtung, jetzt kommt ein Karton! Wer mag, kann sich darüber gerne bei der Weinrallye Nr. 7 auslassen.
Neue Rubrik: WC Lektüre
Donnerstag, 3. Januar 2008

Shortlinks mit Kommentar. Für alles was sonst nirgends reinpasst, aber trotzdem mal erwähnt werden sollte. Erscheint regelmäßig unregelmäßig.