WC! Lektüre vom 30. Juni 2010

Flattr. Das ist ein so genannter Social Payment-Service, was nichts anderes bedeutet, dass man notleidenden Bloggern etwas Geld zukommen lassen kann.
Besonders einige A-Blogger sind sehr angetan davon. Das ist kein Wunder, haben sie doch genügend Groupies damit etwas in die Kassen kommen… könnte.
Es hat ja schon eine Weile gedauert, aber seit einiger Zeit ist Flattr auch unter den Weinblogs angekommen. Ende des Monats (und das ist ja irgendwie bald) will Dirk Würtz über seine Erfahrungen berichten. Obwohl sich die Begeisterung eventuell in Grenzen halten dürfte.
Das Ganze hat doch etwas von einer Kleingartensiedung in der einige Laubenpieper ihre Mützen von das Gartentor legen, sich daneben stellen und warten. Warten, dass jemand Geld rein wirft, weil er den Garten so toll findet. Schon komisch.

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Der teilweise ziemlich durchgeknallte Hype um das iPhone… Just kidding.. Apropos… Bordeaux. Hier die Subscriptionspreise des 2009er Jahrgangs. Keine Überraschung, die Preise gehen weiter nach oben.
Und damit ist die Zielgruppe weiterhin jene, die keinen besonderen Geschmack, aber dafür umso mehr Geld hat.
Das wird wohl so lange gut gehen, bis jemand auf die Idee kommt von Pandabären vorgegohrene Trauben zu einer Art Wein zu verarbeiten und in Flakons von Swarovski teuer zu verscherbeln. Wird beschissen schmecken, ist aber Premium. Dann soll’s uns auch weiterhin egal sein.

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Apropos herkömmliche Medienhäuser. Das beliebteste Mittel um Gaga-Traffic wie PI’s zu erzeugen sind Klickstrecken. Also Minimal- oder Nullcontent so zu verpacken, dass der Leser zu erhöhter Aktivität auf einer Webseite verleitet wird. Auf Lambecks Weinwelt, wir hatten hier ja schon einige Male das Vergnügen, hat die WELT ONLINE diese Lücke nun geschlossen.

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Ravenswood hat eine tolle Idee. Wer sich das Logo der Firma auf die Plautze – oder wohin auch immer – tätowieren lässt, bekommt von denen bis ans Lebensende Wein for free. Erinnert ein wenig an ihn… Wie hieß er noch gleich?
Wer jetzt ernsthaft nachdenkt, sollte sich mal in die örtliche Fußgängerzone aufmachen und nachsehen wer inzwischen so alles mit Tatoos bestückt ist. (via)

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Das Tal der Ahnungslosen (ARD) ist zwar Weinanbaugebiet, aber weineventtechnisch sieht es hier eher verbesserungswürdig aus. Das mag an vielleicht der Randlage liegen, die doch eigentlich gar keine ist. Prag ist näher als Berlin. Und wenn mal etwas passiert, geht kaum einer hin.
Trotzdem hat es Patrick Johner and friends offensichtlich gefallen. Und nicht nur ihm, sondern auch denen, die hingegangen sind. So wie icke.

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So und jetzt noch ein Gadget. Man hat Gäste, schenkt einen ordentlichen Rotwein aus und irgendein Hammel kippt das Glas über die gute Damasttischdecke, welche seit Generationen im Familienbesitz ist.

Mit der Underfull-Tischdecke wäre die Aktion zumindest nicht ganz unwitzig.

2 KOMMENTARE

  1. [...] This post was mentioned on Twitter by Wuertz. Wuertz said: RT @Weinpunk: Blog post: WC Lektüre vom 30. Juni 2010 http://2big.at/3d0 [...]

  2. Mr_Spiekermann sagt:

    Uiuiui, ganz schoen dreist von Mr. Cock. Frage mich, ist das gerade noch Inspiration oder geklaut? Sieht ganz nach einer mittelpraechtigen Praktikantenarbeit aus. Dieser Drillbohrer geht im uebrigen gar nicht. Gesammtidee gibt IMHO gerade noch eine 4, die Ausführung eine 3+, aber die Typo eine glatte 6.

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