WC Lektüre vom 21.11.2009 [Updates]

  • Ich hatte zum neuen Gault Millau hier schon meinen Senf hinterlassen. Trotzdem nochmal zum Thema zurück. Dirk Würtz ein paar sehr schöne Interviews geführt, die einen hübschen Einblick geben wie man bei einem Weinführer so tickt.
    Zuerst Ex-Herausgeber Armin Diels Abschiedsrede. Nicht Dr. Helmut Kohl im Interview mit Heinz Klaus Mertes, sondern als nächstes Armin Diel im Interview mit Dirk Würtz. Und zu guter letzt Herausgeber Max… ähmm… Joel Payne ebenfalls im Interview. Sehenswert mit allen Zwischenhieb… tönen für alle die, die noch nicht die Nase voll vom Thema haben.
  • Passt dazu: Ein offenes Statement von Patrick Johner zum Ende des sog. Winzeraufstandes gegen Gault Millau. Die Runde mag an den Weinführer gegangen zu sein. Ich bezweifle aber stark, dass der Gault Millau mit dem Konzept ‘Wenn die Leser weg sind, holen wir uns das Geld eben woanders und eigentlich sind sie uns ja egal. Basta.’ auf Dauer den Erfolg haben wird.
  • Ein Blick rüber, nach Britannien. Ich mag ja eigentlich die schick gemachten und locker geschriebenen Weinbüchlein von Matt Skinner. Aber als Einkaufsführer hab ich sie noch nie gesehen. Darum wundert mich auch die Meldung nicht, dass manche empfohlene Weine gar nicht wirklich probiert wurden.
  • Ich habe mir ja schon lange die Finger fusselig geschrieben, was den Blödsinn von Blogoscoop, Page Impressions and friends angeht. Nun ist das Thema auch in den B2B-Weinblogs angekommen. Michael Pleitgen hat auf seinem Blog zurzeit eine sehr hübsche Diskussion laufen. Ich mag ja so was.
  • Last but not least, the Weinreporter. Mario Scheuermann ist im Moment abgetaucht unbekannt ‘verzogen’ irgendwie nicht da. Dass es eventuell an diesem Märchen oder an gewissen neuen, alten Geschichten (hier direkt als PDF) liegt, ist aber nur ein Gerücht. Kein Gerücht ist es aber, dass eine Menge faule Trauben in der Maische sind. Und dabei meine ich ganz bestimmt nicht Botrytis cinerea.
  • [Update 22.11.09] Auch wenn ich ja bei Niko Rechenberg nie genau weiß, was er eigentlich ist, ein Schisser ganz bestimmt nicht. In einem durchaus offenen Brief an Dirk Würtz und an uns alle, schreibt er seine Meinung zum neuen Gault Millau, der Sperrfrist, den Reaktionen dazu und dem ganzen anderen Rest. Dazu bestätigt er einige Aussagen des ‘Scheuermann-Artikels’ in der Weinwirtschaft. Jedenfalls lese ich das so. Das passt alles so dermaßen hier rein, dass ich es in diese WC Lektüre gerne nachschiebe.
    P.S. Sein Server hat sich inzwischen wohl erholt. Gestern Abend war da noch Schicht im Schacht vor lauter Page Impressions.
    P.P.S. Eine ‘angedrohte Strafe’ in Höhe von 5000 Euro für die Nichteinhaltung seiner ‘Sperrfrist’ riskiere ich gerne. Mit den Zugriffen auf Weincasting, die ich in letzter Zeit hatte, zahle ich so was inzwischen aus der Portokasse.
  • [Update 23.11.2009] Mario Scheuermann hat sich gemeldet. Zum allerersten Mal nimmt er auf seinem Blog öffentlich Stellung, bittet bei den Betroffenen um Entschuldigung und spricht eine Regulierung des entstandenen Schadens an. Dies muss dies darf kann man anerkennen.
    Aber, das waren erstmal nur ein paar Worte. Es bleiben noch viele Fragen offen. Auch wenn der Schaden am selbsternannten Leitmedium der Online-Weinszene irreperabel bleiben wird, an den Taten wird er sich messen lassen müssen. Von einer ‘brutalstmöglichen Aufklärung’, von der Dirk Würtz gesprochen hat, kann dies nur der Anfang sein. Die Latte liegt immer noch hoch, sehr hoch.
  • [Update 24.11.2009] Mario Scheuermann hat sich wieder gemeldet. Aber diesmal direkt bei mir. Er hat mir im groben, aber sehr sehr sanft, die Dinge geschildert, so wie er sie sieht. Die sehen naturgemäß ein klein wenig anders aus, als es in der ‘Weinwirtschaft’ steht. Gehen aber in die Richtung seines Statements von gestern.
    Die Wettbewerbe hätten stattgefunden, alles wäre von ihm nur einfach schlecht kommuniziert worden. Bis auf die Sauvignon blanc Trophy, da kam noch der bewusste Crash dazu.
    Er wird sich aus der Diskussion hier und anderswo auch weiterhin heraushalten, aber in den nächsten Tagen ausführlicher Stellung nehmen. Bei sich, zu den Wettbewerben, vielleicht auch noch zu mehr.
    Na schau’n mer mal.
    Und es geht weiter. Jetzt hat sich auch Niko Rechenberg, Kollege und Medienpartner eines Wettbewerbs, in einem offenen Brief zur Causa Scheuermann gemeldet. Und das liest sich nicht gerade nach Wogen glätten… überhaupt nicht.

25 KOMMENTARE

  1. [...] WC Lektüre vom 21.11.2009 http://www.weincasting.com/?p=650 – view page – cached * Ich hatte zum neuen Gault Millau hier schon meinen Senf hinterlassen. Trotzdem nochmal zum Thema zurück. Dirk Würtz ein paar sehr schöne Interviews geführt, die einen hübschen Einblick geben… Read more* Ich hatte zum neuen Gault Millau hier schon meinen Senf hinterlassen. Trotzdem nochmal zum Thema zurück. Dirk Würtz ein paar sehr schöne Interviews geführt, die einen hübschen Einblick geben wie man bei einem Weinführer so tickt. Read less [...]

  2. Thomas sagt:

    Danke für das PDF ich bin für jeden Blogger dankbar der Eier hat so etwas online zu stellen.
    Vielleicht zeigt diese Geschichte einigen Weinbloggern und vor allem Twitterern das es sich durchaus lohnt auch solchen vermeintlichen “wichtigen” Weinleuten die Stirn zu bieten!!!
    Ich werde mich zu dieser jüngsten Veröffentlichung selbstverständlich auch noch auf meinem Blog äussern!!! Ist doch klar! Und falls du erlaubst würde ich ebenfalls gerne dieses PDF hochladen und zur Verfügung stellen. Alleine der Leserbrief ist lesenswert!!!

  3. @Thomas
    Dein Lorbeerkranz freut mich zwar, doch leider… nee… nicht leider… die Ehre gebührt Sigi Hiss in Helvetien. Und dort liegt die PDF-Datei auch noch. Ich habe nur einen Link zu ihm gesetzt.

  4. Thomas sagt:

    Ah so, sorry, das habe ich nciht aufgepasst, macht aber nix, denn an Lorbeerkränzen soll es nicht mangeln! Dann bekommt der Sigi Hiss auch einen :-)) ist doch logisch!!!

  5. Tim Rbg. sagt:

    Au Backe Weinreporter, da steckste wohl ganz schön inne Kacke.
    2003, 2007? Hä? Wieso kommen die erst jetzt damit raus?

  6. @Tim
    Also, hinter vorgehaltener Hand wurde schon einiges und auch schon länger gemunkelt. Aber, wenn dem so sein sollte, wonach es zurzeit aussieht, dann wäre das schon ein Brocken der selbst mich überrascht.
    Ansonsten sage ich es sinngemäß mit BILD:
    “Jede heikle Geschichte braucht einen Mutigen, der sie ausspricht”

  7. Dirk Würtz sagt:

    Deine WC Lektüre ist mithin die beste Leseempfehlung im Netz und ich freue mich immer, wenn ich auch darin vorkomme.

    Worüber ich mich nicht freue ist der Artikel in der Weinwirtschaft. Der macht mich ratlos und unsicher, insbesondere der Leserbrief verunsichert mich sehr. Ich wußte gar nichts von Gewürztraminer- und Sektwettbewerben… Ich muss also mit meinen Recherchen noch einmal beginnen. Ich will jetzt final wissen, wer hier was gemacht, bzw. nicht gemacht hat.

  8. @Dirk Würtz
    Danke, aber es sind doch nur Links. :-)

    Zum Weinwirtschaft-Artikel:
    Verstehe ich gut, sehr gut. Die Anschuldingungen sind so massiv, da muss dringend Klarheit her. Auch wenn du gar nicht involviert warst, hast du sicher andere Möglichkeiten, als ich zum Beispiel.
    Selbst wenn es mir tatsächlich schwer fällt so was zu glauben, das kann man sich ja fast nicht ausdenken. Noch dazu Niko inzwischen ja einiges bestätigt hat.
    Nur frage ich mich warum z.B. das DWI, die offenbar bei einem Wettbewerb Medienpartner waren, nicht mal nachgeharkt hat. Kümmert man sich dort nur um Newsletter und bunte Prospekte? Sollte sich die Sache so bewahrheiten, dann hat ganz gewiss nicht nur ein einzelner Weinjournalist die Arschkarte.

  9. Thomas sagt:

    @würtz
    Dirk, sorry, aber du hast schon das erste mal in dieser Angelgenheit scheiße recherchiert und halt den Scheuermann angerufen. Ich hatte es dir schon seeeehr früh gesagt das da mehr im Busch ist als Sauvignon blanc, Ich habe es sogar hier bei Charles kommentiert!! Das du inzwischen WC Fan bist ist halt neu, hattest du damals sicher nicht gelesen.

  10. pivu sagt:

    Ob man den Artikel bestätigt (wie z.B. N.R.) oder als harmlos taxiert (wie z.B. E.S.) ist leider Ergebnis persönlicher Animositäten oder Nähe. Ohne darüber urteilen zu können oder zu wollen, das müssen andere, und das ist auch notwendig, um die Sache so oser so auszuräumen, sonst bleibt immer etwas hängen: “von nix kommt nix”.

  11. Dirk Würtz sagt:

    @Charles
    Du hast sowas von Recht, mehr geht gar nicht mehr.Wie hat ein Politiker im CDU Spendenskandal mal gesagt: “brutalstmögliche Aufklärung”. Genau das ist jetzt angesagt und sonst gar nichts. Überhaupt gar nichts! Ich denke, glaube und hoffe Scheuermann macht das jetzt endlich. Nicht nur für sich, sondern auch im Sinne seiner Branche und allen anderen die Weinwettbewerbe auch in Zukunft durchführen wollen, ohne sich in Zukunft Zweifeln jegwelcher Art ausgesetzt zu sehen.

  12. Dirk Würtz sagt:

    @Thomas
    Nene, WC Fan bin ich schon lange. “Scheiße recherchiert”…naja…den Schuh zieh ich mir halt an. Dafür war ich diesesmal umso gründlicher!

  13. Thomas sagt:

    @pivu du meinst mit N.S. sicherlich den Niko Rechenberg und mit E.S. dann wahrscheinlich den Herrn Supp? Im Moment ist mir nicht geläufig für was das A steht, spielt ja aber hier und jetzt auch keine Rolle.

  14. pivu sagt:

    @Dirk: hab’ auch ein bissl “recherchiert”. Als ich mal bei Dir war (ist eh leider selten genug, damals mit Bernd & Barbara, an einem Sonntag mittag), wollte ich vorher nach Assmannshausen zur Verkostung / “Promenade” des Sauvignon-blanc Wettbewerbs! Ich glaube, es war das Jahr zuvor, aber das Event wurde damals ganz kurzfristig abgesagt. Der Veranstalter hat mich dann bei Dir im Garten auch angerufen.

  15. Beim Winzersekt-Wettbewerb hat’s bei mir spät, aber immerhin doch leise geklickt. Und Voila:
    http://schaumwein.over-blog.com/pages/Deutschlands_beste_Winzersekte_2008-275543.html
    Weit über 100 Teilnhemer!

    @Thomas
    Ja, die Abkürzungen würde ich auch eindeutig als Rechenberg und Supp interpretieren.

    @Alle

    Bislang sind die Scheuermann-Geschichten ja mehr oder weniger auf persönlicher Ebene gelaufen.
    Mancher wird sich gesagt haben “Weiß ich zu wenig. Halt ich mich raus. Ist nicht mein Ding.” Hätte ich (und sicher auch Thomas) manchmal gerne anders gesehen, aber ok. Man muss ja auch nicht immer und überall…
    Andere haben in ihren Erdlöchern gewartet bis der Sturm vorbei war. Man will sich ja alle Optionen offen halten. Erdhörnchen sind eben auch nur Menschen. Aber dieser Gruppe hat Dirk mit Sicherheit nicht angehört.
    Aber jetzt muss etwas passieren, sonst bleibt garantiert was hängen…

  16. Dirk Würtz sagt:

    @Charles

    Du kannst ganz sicher sein, dass ich nicht zur Gattung der Eichhörnchen gehöre, genausowenig zu denjenigen, die in Löchern sitzen und darauf warten gefahrlos rauskriechen zu können. Das entspricht nicht meinem Naturell. Ich versuche immer zu verstehen um was es im Kern und im Einzelnen geht. Das gelingt mir sicherlich nicht immer. Ich habe mit Weinwettbewerben jeglicher Art nix am Hut. Das habe ich mehrfach deutlich geäußert. Ich finde es o.k. das es sowas gibt und wer will soll da auch mitmachen. Hin und wieder nehme ich auch eine Einlaung zu einer Jury an. Meistens handelt es sich dabei um Wettbewerbe die Rudi Knoll ausrichtet, früher auch mal für AüW, hin und wieder mal im Ausland. Ich finde das in vielerlei Hinsicht spannend, muss das aber nicht unbedingt haben. In diesem speziellen Fall (Scheuermann) bin ich überhaupt nicht betroffen. Keine Weine, kein Jurymitglied, von den meisten Wettbewerben wusste ich gar nichts. Im Feinschmecker sind wir dieses Jahr ausdrücklich nicht erwähnt, im Eichelmann waren wir noch nie und der GM ist definitiv die letzte Ausgabe in der wir stehen. Das hat vielerlei Gründe, nicht zuletzt die Tatsache, dass mein Blog existiert und gelesen wird.

    Ich finde es völlig in Ordnung, dass es Weinwettbewerbe gibt, sie müssen nur ordnungsgemäß sein. Dafür gibt es viele Beispiele. Die Knoll´schen Wettbewerbe sind 100% seriös ebenso wie Mundus Vini um nur mal einige Beispiele zu nennen. Die Scheuermann Geschichten waren das wohl auch, nur eben nicht in der letzten Zeit. Warum auch immer, da warte ich mal seine Stellungnahme ab (die sicherlich/hoffentlich kommt).

    So ein Wettbewerb, und das darf man eben nicht vergessen, macht ja keiner weil ihm langweilig ist oder um das Bundesverdienstkreuz zu bekommen. Das ist ein Geschäftsmodell, manchmal natürlich gepaart mit ideelen Bestrebungen, aber es ist ein Geschäftsmodell. Idealerweise kommt es bei diesem Modell zu einer “win-win”-Situation. Der Veranstalter profitiert und der Ansteller eben auch. So ist es gedacht und so macht es Sinn. Im vorliegenden Fall ist dies nicht so. Woran das lag, dass kann nur Scheuermann beantworten. Wenn die Antwort vorliegt, kann jeder für sich selbst werten und die Schlüsse daraus ziehen. So werde ich es jedenfalls machen. So wie es im Moment aussieht hat er viele Fehler gemacht und muss dafür die Verantwortung tragen. Dieser Verantortung kann er sich nicht entziehen. Dass das für einen “Lautsprecher” wie Scheuermann nicht leicht wird ist klar. Aber da muss er durch, wie auch immer…

  17. Thomas sagt:

    @Pivu mit “Veranstalter” meinst du Mario Scheuermann, der Weinreporter aus Hamburg?

    @Charles ja das hatte ich mir gwünscht, aber das ist inzwischen vorbei, man lernt ja! Heute erwarte ich absolut nichts mehr :-)) Aber ich gebe zu, dieser Lernprozess war schmerzhaft!

    Der Dirk hat schon eine besondere Position in diesem Scheuermannschen Königreich innegehalten. Dieses Königreich ist übrigens das einzige in der Welt welches per Telefon regiert wird.

    .. . und warum soll nichs hängen bleiben? An mir und dir Charles wird nichts hängen bleiben, wir haben uns nichts vorzuwerfen, ganz im Gegenteil!

  18. pivu sagt:

    @Thomas: klar, wen sonst ;-) ? (Und es war nicht die Krone in Assmannshausen, sondern das Kronenschlösschen in Hattenheim, wo die Veranstaltung sehr plötzlich abgeblasen wurde. Ich glaub’, es war Sommer 2007.)

  19. Dirk Würtz sagt:

    @Pivu

    Stimmt, da war was. Aber war das nicht früher und ging es da nicht um Pinot???

  20. @Pivu
    Aha, die Anmerkung von Meister Supp hab ich erst jetzt gesehen. Womöglich hat er ja recht. Vielleicht ist es ja wirklich nur „schlampig“ von M.S. und wir regen uns hier künstlich auf. Es gibt ja auch Leute die geliehene Bücher… nunja… vergessen zurückzugeben.

    @Dirk
    Bei den Erdhörnchen hab ich nicht im geringsten an dich gedacht. Da fallen mir ganz andere ein.
    Ich bin auch gespannt ob und welche Reaktion es von Mario Scheuermann gibt. Immerhin kloppt er ja auch gerne selbst auf einem toten Pferd herum, wenn er mal etwas gefunden hat. Ich erinnere mich an eine Journalistin die in einem Bordeaux-Artikel wohl einige Fehler hatte und dann auf Planet Bordeaux von Scheuermann, Supp and friends ziemlich fertig gemacht wurde. Da hat er sich die Latte schon ziemlich hoch gelegt.
    Sollte das Ding allerdings wieder mal aus der Welt geschwiegen werden, dann können sich die Leute, die es interessiert, wenigstens ein paar Infos zusammen googeln.
    Und ich werde mich dann Weinjournalist nennen und meine Freund und mich selbst dann immer mit Wein…. ähh… proben versorgen.

  21. Tim Rbg. sagt:

    Zum Update 23.11: Außer ein paar blumigen Worten war das doch gar nix. So wie der immer ausgeteilt hat? Schwach.

  22. Patrick sagt:

    Ich gebe zu, dass ich mich zu dem Thema Mario Scheuermann und seine Wettbewerbe noch nicht geäußert habe. Persönlich bin ich extrem traurig, dass diese Wettbewerbe nicht mehr (vollständig) durchgeführt wurden. Die Tatsache, dass eine Jury aus verschiedenen (genannten) Weinfachleuten besteht und die Weine in einer Blindverkostung ermittelt wurden führte zu einer sehr guten Möglichkeit sein Status Quo in der Deutschen Weinlandschaft zu ermitteln. Die Gesamtergebnisse wurden dann öffentlich zugänglich für den Leser kostenlos publiziert.
    … Es gibt für mich 2 goldene Regeln… Objektivität und Transparenz….
    Wer diese Regeln im Web 2.0 Zeitalter nicht beherrscht hat ein Problem…. Online-Reputationsmanagement sollte ganz oben auf der Prioritätenliste stehen….
    … Ich hoffe, dass es in Zukunft noch mehr High Class Weinwettbewerbe geben wird… Von wem ist mir eigentlich egal. Hauptsache objektiv und transparent.

  23. pivu sagt:

    Ich stelle mir grad vor, wenn es statt MS jemanden anderen, nicht im besten Einvernehmen mit Herrn MS stehenden Kollegen – davon gibt es einige – getroffen hätte und wie dieser MS sich dann verhalten würde. Brief hin oder her, da hat ein einzelner einem ganzen Berufstand massiv geschadet.

  24. @Patrick
    Auch wenn ich aus verschieden Gründen nicht viel von Wettbewerben halte, dass sie hier und da ein nicht zu unterschätzendes Marketinginstrument ist natürlich nicht zu bestreiten. Sowohl für den Veranstalter, als auch für die Teilnehmer.
    Aber wenn, dann muss die Geschichte wirklich transparent und objektiv ablaufen.
    Und wie dünn das Eis sein kann, sieht man ja hier. Warum gab es nicht wenigstens einige, unter dutzenden Teilnehmern, die mal öffentlich nachgefragt haben? Hat man das nur für Peanuts gehalten? Oder hatte man vielmehr die Befürchtung als „Renegaten“ betitelt zu werden und in Zukunft von einigem gewissen Kreis von Weinjournalisten eine schlechte Presse zu kriegen?
    Und stimmt, im Zeitalter des Web 2.0 könnten(!) solche Aktionen schwerer werden. Falls man nicht den Bock zu Gärtner macht.

    @Pivu
    Es wird wohl was hängen bleiben. Allerdings haben das noch längst nicht alle erkannt. Meister Supp sieht mit diesem Brief ja „die Kuh vom Eis“ und balanciert damit weiter auf der Wahrnehmungsline des SED Politbüros vom Frühherbst 1989.

  25. Dirk Würtz sagt:

    Ich verliere langsam aber sicher den Überblick über diese ganze Geschichte… und die Lust. Letzteres ganz nachhaltig!

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