Dresdner Biergärten: Konzertplatz am Weißen Hirsch

Konzertplatz

Der Name klingt für ungeübte Dresdner eher nach einer billigen Bockwurstbude, als nach einem Biergarten. Obwohl an der – inzwischen schon etwas bessere Zeiten gesehen habender – Edelwohnlage Weißer Hirsch gelegen, gibt es hier weder einen Blick auf die Elbe, noch auf vorbeiflanierende Touristen und schon gar nicht auf irgend etwas Barockes. Hier sitzt man im Wald, genauer der Dresdner Heide und blickt auf eine Konzertmuschel. Dazu ist reichlich Platz vor den etwas provisorischen Buden à la Herbstmarkt in der Provinz. Leider liegt er so versteckt hinter dem ‘Parkhotel’, dass man schon wissen muss, wo man hin will. (Einfach nach großen roten Schildern suchen)
Diese scheinbare Tristesse lässt sich aber mit dem Namen bean & beluga möglicherweise gedanklich schon etwas aufhübschen. Denn hinter Namen Konzertplatz am Weißen Hirsch verbirgt sich der Biergarten von Stefan Hermann, Dresdens Sternekoch.
Wer hier jetzt Angst vor nervender Klientel hat, keine Sorge. Das Publikum ist gemischter als man annehmen könnte und verläuft sich notfalls ganz gut.
Wer nicht mehr ohne Liegestuhl kann, der kann auch hier. Und Kinder können notfalls im Sand… spielen.
Beim Erfrischungs-Angebot kann man nicht wirklich meckern. Die üblichen Getränke natürlich, Cocktails, Orangina, Eis, eine reichliche Auswahl an Tee… undundund.
Das Angebot an Essen ist überschaubar, aber für einen Biergarten sehr schick. Bratwurst, Fisch, gebratene Garnelen oder auch Rinderhüftsteak mit Kartoffelsalat, der NICHT fertig aus dem Metro-Kübel kommt, für dreifuffzich. Das passt, in jeder Hinsicht.
Das Weinangebot ist überschaubar. Rot, Weiß und Rosé. Die kommen aber von Markus Schneider (Ursprung und Riesling) sowie Thomas Hensel (Rosé). Jaja, ich weiß… Aber wir reden von einem Biergarten! Dazu kommt noch die ‘Bückware’. Das sind wechselnde Weine aus dem Sortiment. Bei mir zum Beispiel kam er von Philipp Wittmann.
Das Personal ist bis hin zu den Praktikanten nett und freundlich. Auch wenn es nicht gerade brechend voll war, selbstverständlich ist das ja nicht immer.
Damit ist der Konzertplatz – nicht nur, aber ganz besonders – für Weintrinker auf jeden Fall eine Heimsuchung wert.

Anreise: Fahrrad, Auto, Straßenbahn 11
Öffnungszeiten: Fr + Sa ab 14.00 Uhr; So + Feiertags ab 11.00 Uhr
Internet: …

3 KOMMENTARE

  1. Thomas Janas sagt:

    So, wie ich den Konzertplatz im Laufe diesen Jahres kennen lernen konnte, in seinem Entstehen und Wachsen, kann ich den Begriff Tristesse nicht zwingend nachvollziehen. Zwar versteckt hinter dem Parkhotel gelegen, aber in Beliebtheit und Bekanntheit vo Woche zu Woche gewachsen.

  2. @Thomas Janas

    “Diese scheinbare Tristesse…”

  3. Thomas Janas sagt:

    @Charles
    Sorry,Du hast recht.

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