Spendenstand für den Gault Millau

Im Streit um den Gault Millau ist etwas Ruhe eingekehrt. Zeit für die Frage: Wie sieht es denn nun aus mit den Spenden… der Beteiligung an der ‘Teilnahmegebühr’?
Nehmen wir einen Bierdeckel und rechnen grob mal durch, so wie es die Rhein-Neckar-Zeitung gemacht hat:

‘Der Gault Millau erscheint in einer Auflage von etwa 20000 bei einem Preis von 30 Euro. Das ergibt einen Umsatz von rund 600000 Euro. Davon erhält der Verlag etwa 400000, der Rest ist die Händlerspanne. Wenn 900 Winzer 195 Euro zahlen, wäre das ein Zuschuss von immerhin 175500 Euro. ‘

Soviel zur Theorie. Angeblich sollen bisher gut 50% der Winzer ihre Bereitschaft erklärt haben, sich zu beteiligen. Dazu kämen noch die verkauften Werbeplätze im Weinführer – so die Wirtschaftskrise mitspielt – von ungefähr 65.000 Euro.
Da wären wir schon bei rund 153.000 Euro.
Und gehen wir mal davon aus, dass die nächste Ausgabe nicht in feinstem Büttenpapier, handgeschrieben und illustriert von griechische Mönchen daherkommt. Dann sind die ‘Herstellkosten’ mehr als locker drin, ohne das ein einziges Exemplar über die Büchertheke gehen musste. Und vielleicht kann man ja bald ganz auf Leser verzichten.
Dann könnte es bald wirklich heißen:
Gault Millau, WeinGuide Deutschland 20xx. Von Winzern für Winzer. Bezahlt, verkostet und bewertet.

4 KOMMENTARE

  1. Thomas sagt:

    wow, die Rhein-Neckar-Zeitung hat es in das Weinpunk Blog geschafft….

  2. Tim Rbg. sagt:

    Ich kapier den Hype um diesen Weinführer nicht. Ein dämliches Punktegelaber ohne Nutzen für Leute wie mich.
    Da lese ich lieber Weincasting ;)

  3. @Thomas
    Qualitätsjournalismus hat bei mir immer eine Chance…

    @Tim
    Das meine ich ja, in der Zielgruppe ‘Weinkonsumenten ohne professionellen Background’ spielen solche Weinführer kaum noch eine Rolle.
    ‘Da lese ich lieber Weincasting’ Ziemlich schleimig, verfehlt aber nicht die Wirkung…

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