ProWein, Tag 2

Mein zweiter Tag auf der Messe war, wie erwartet sehr intensiv. Obwohl ich nicht eine einzige Veranstaltung (außer der von gestern) besucht habe, war ich genug damit beschäftigt viele Winzer abzuklappern. Schloss Proschwitz, Lützgendorf, Aust, Schneider, Hensel, Castel Peter, dazu eine Menge junge Wilde die auf Simply, Connexion, Consorten oder sonst wie hören. Dazu noch etwas Frankreich, Israel, Osteuropa.
Ok, die Sachsen hätte ich auslassen können, aber in der Fremde sucht man sich ja gerne.
Auf jeden Fall konnte ich wieder mal feststellen, dass besonders die deutsche Weinszene nach wie vor oft ein stockkonservativer und (oft hier und da) ziemlich aufgeblasener Haufen ist. Das liegt allerdings kaum an den Erzeugern, eher an dem was danach kommt.
Die jungen Wilden scheinen zwar auch dort langsam für Verwirrung zu sorgen. Aber es ist auf jeden Fall noch ein weiter Weg.

ProWein

Ganz sicher werden wir aber die eine oder andere Geschichte im nächsten Jahr nicht mehr auf der Messe erleben.
Auf meinem Weg durch die Hallen bin ich übrigens über Patrick Johner und den Ultes gestolpert. Das hat mich wirklich gefreut, da beide ein paar sehr nette Typen sind und der Ultes nicht annähernd so grimmig ist, wie er auf seinen Bildern immer guckt. Übrigens freut er sich jedes Mal über diese Aussage. Beim nächsten Treffen muss ich aber mal raus finden wie eigentlich sein Nachname ist. Ich dachte bislang IHK geprüfter Weinfachberater. Da lag ich wohl falsch.
Natürlich war ich auch mal kurz bei den Österreichern. Allein um etwas von ihrer wunderbaren Mentalität aufzusaugen.

ProWein

Und die scheint sich wohl auch finanziell zu rentieren. Die zwar immer etwas poshen, aber auf ihre Art lässigen Franzosen brauch ich eigentlich nicht zu erwähnen.
Übrigens hat sich ein deutscher Aussteller daran gemacht, das Twitter Speed Tasting in die Welt des Wein 1.0 zu implementieren.

ProWein

Ich hoffe nur, das Ganze lief etwas professioneller als die Bannerbeschriftung.
Weinpromis gab es natürlich auch reichlich.

ProWein

Von Hendrik Thoma (der, wie ich im vorbeigehen mitbekam, auch bulgarische Weine präsentierte, die er nicht mochte) über Markus Schneider, Roman Niewodniczanski bis hin zu Stuart Pigott. Letzterer war allerdings so beschäftigt, dass keine Zeit blieb, ihn nach seinem ersten Beitrag für Weincasting fragen. Auf den warte ich schließlich seit fast einem Jahr.
Zusammenfassend, denn dies war auch mein letzter Tag, kann ich sagen: Ja die ProWein lohnt sich noch. Es gibt kaum einen anderen Ort, auf dem man so viel Weinwelt, so viel Winzer, so komprimiert erleben kann.
Und genau das ist das größte Problem der ProWein. Es bleibt kaum Zeit zum schlendern, sich treiben lassen und für wirklich intensive Gespräche.
Vielleicht sollte ich ja mal nächstes Jahr etwas anderes machen und die Primeur-Woche in Bordeaux aufmischen?! Die hätte es sicher auch mal nötig…

2 KOMMENTARE

  1. Thomas sagt:

    gnihihi …

  2. [...] bildbasierte Beiträge hat der Weinpunk zur ProWein geschrieben. Hier findet sich ein zusammenfassender Rückblick der ProWein von Daniel [...]

KOMMENTAR HINTERLASSEN

Sie müssen einglogged sein um einen Kommentar abgeben zu können.