Little Big Man oder Das Werbeverbot-Ding

Seit geraumer Zeit geistert ein eventuell… bestimmt… möglicherweise… am Horizont heraufziehendes Verbot von Werbung für Alkohol durch die wundersame Welt der Medien.
Und natürlich ist so ein Thema durchaus diskussionswürdig. So kann man sich damit sachlich, unbedingt sarkastisch und/oder – ab und zu – auch objektiv damit befassen.
Und natürlich gibt es auch Menschen, die es schaffen, sich noch unter Augenhöhe von Bild-Zeitung-Autoaufkleber-Protest-Aktionen mit dem Thema… öhmm… auseinanderzusetzen.
Wie zum Beispiel:

Manchen Politikern sollte man einfach den Mund stopfen, weil sie immer wieder ihre Wunschvorstellungen zur Wahrheit erklären. Eine davon ist die Drogenbeauftragt der Bundesregierung Sabine Bätzing (SPD).

Egal wie: der Kampf hat begonnen und ich habe hiermit feierlich das Kriegsbeil ausgegraben. Häuptling Scharfe Zunge will den Skalp dieser SPD-Squuaw an seinem Gürtel!

Who cares?! Stimmt. Allerdings handelt es sich hier nicht um einen Leserbriefschreiber einer Lokalzeitung, sondern – nach eigener Aussage – um DAS ‘Leitmedium’ unter den deutschen Weinblogs und bei dieser Art um keinen Einzelfall.
Und so lassen sich zwar manche, aber doch nicht alle, auf diese Art und Weise (ver)leiten:

Hier sinkt das gedanklich und sprachliche Niveau deutlich unter jenes einer Zeitung mit vier Buchstaben. Ich musste an Bölls „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ denken.

Das und noch mehr dazu bei Pasta.

4 KOMMENTARE

  1. Florian sagt:

    In der Sache glaube ich nicht, dass ein Alkohol-Werbeverbot die Qualitätswinzer sonderlich treffen würde. Im Gegenteil: Werbung wird doch hauptsächlich für Markenwein und Ramschangeboten im Discounter gemacht.

    Bei Herr (be)Scheuertmanns verbalen Ausfällen, die er u.a. auch in diesem Blog hinterlässt, habe ich mich schon häufiger gefragt ob er vielleicht betrunken ist, wenn er schreibt. Soll er sich doch mit Beckstein zusammentun und besoffen Auto fahren: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,578446,00.html

  2. Ich glaube auch nicht, dass ein Werbeverbot für Alkohol die meisten Winzer oder Weinhändler überhaupt treffen würde. Darum halten sich dessen Verbände, im Gegensatz zur Werbe-, Bier- und Spirituosenindustrie, vermutlich auch so zurück.
    Und selbst hier ist die Frage nach einem generellen oder selektiven Verbot noch gar nicht geklärt.
    Außerdem hat sicherlich allein die bayerische Bierwirtschaft in Berlin genug Lobbyisten, sodass aus einem Verbot eh nix wird. Oder es wird Ländersache, was dann wohl auf das gleiche hinausläuft.
    Vielleicht hat der Chef des Brauerbundes ja auch den Fall Beckstein im Hinterkopf gehabt als er sagte: „Staatliche Verbote bringen generell nichts“

  3. ernst eiswuerfel sagt:

    ganz neu ist dergleichen geschreibe von herrn scheuermann allerdings nicht (http://wirres.net/article/articleview/2358/1/6/).
    ich wundere mich nur, dass so wenige wein-blogger sich daran stören. ich kann mir nicht vorstellen, dass man sowas gut findet. ist das klüngel oder haben die einfach nur schiss was zu sagen?

  4. Da fragst du leider den falschen. o_O

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