2001 Château Smith Haut Lafitte

C SHL

Beim Weinhändler meines gesunden Misstrauenens durfte ich mal wieder am aktuellen Elend des Bordeaux teilhaben. Die 2005er Ausgaben von Cheval Blanc, Mouton Rothschild usw. hübsch nebeneinander aufgereiht und nur knapp unter 1000 Euro. Jeweils, of course.
Das erleichtert dann doch etwas den Griff zum 01er CS. Der ist nun auch nicht gerade billig, aber schon noch Lichtjahre von den oben genannten fetten Hennen entfernt.
Und dabei hat er doch alles was man sich von einem Bordeaux wünscht: Grillpfanne, Cassis (formerly known as schwarze Johannisbeere), Claudia Bertani, Saft, Frucht und etwas Holz. Dazu ist alles hübsch ausbalanciert und versucht erst gar nicht mit dem Eichenholz-Baseballschläger um sich zu schlagen.
Im Vergleich zu einigen Landsleuten bekommt man hier eher Karajan als Bohlens Dieter.

[Gefunden bei… Karstadt, Dresden.]

Song zum Wein:
Herbert von Karajan & Wiener Philharmoniker – ‘Peer Gynt Suite No. 1, Op. 46: No. 1.’
Hier kurz reinhören (via iTunes).

2 KOMMENTARE

  1. Also manchmal gibt es zufällige Gleichheiten. Ich hatte diese Woche das Vergnügen diesen Wein zu verkosten. Schon die Flasche war genial. Eine Ablagerung war intensiv am oberen Rand vorhanden (liegend gesehen). Der Wein war total trüb. Das habe ich bei einem Rotwein zuvor nie so intensiv gesehen. Zu dem war ein kräftiger und zugleich dermaßen weicher Geschmack vorhanden. Ich habe auch noch nie so lange ein leeres Glas nach dem Wein riechen gehabt. Nach meiner nächsten Lohnerhöhung werde ich davon auch einige Flaschen kaufen gehen. Derzeit sind – trotz ihrer Angemessenheit – 40 Euro noch etwas viel.

  2. Aber nicht zu lange warten, billiger wird er wohl nicht werden…

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