Düsseldorf, Teil 3 (Nachtrag)

Ok, das war’s. Zeit für ein Fazit.
Natürlich, die ProWein ist eine Dealermesse. Aber auch für Besucher denen dies eher fern liegt, eine durchaus lohnende Angelegenheit. Wo sonst wird soviel Wein aus aller Welt in ein paar Messehallen gequetscht, geöffnet, genippt, ausgespuckt und weggekippt. Allerdings sollte man über ein exzellentes Maß an Orientierung verfügen, bzw. Hallenpläne lesen können. Da lobe ich mir die Leipziger.
Der Begriff Fachmesse geht in Ordnung. Laien könnten sich schnell überfordert fühlen und dann hilflos in der Ver(k)lostungszone verlieren. Für interessierte Laien dürfte aber mancher Weinhändler den door opener gespielt haben.Auch die im Vorfeld gesteckten Hürden Typ Zerberus (‘Faxen Sie mir bitte…’) für den Pressezutritt waren vor Ort eher niedrig. Ich hatte den Eindruck, dass die Aussage ‘Isch komm vom Grevenbroicher Tagblatt!’ für den Presseeinlass oft ausreichend war. Eine gute Entscheidung war, in der Pressemensa Platz zu nehmen und sich nicht für die Rouladen, sondern für Broccoli-Kartoffel-Gratin, genannt ‘Der Auflauf’, zu entscheiden.
Trends waren natürlich viele auszumachen. Bio habe ich vernachlässigt und Brasilien verpasst. Aber Israel wird, falls sie es nicht vergeigen sollten, in Zukunft weiter im kommen sein.
Bei aller Hektik war es doch möglich, vor allem mit ‘kleineren’ Winzern, die schlecht weglaufen konnten, ins Gespräch zu kommen. Und wo trifft man sonst auf so ‘kleinem’ Raum, so intensiv, so viele Winzer wie Castel Peter, Günther Triebaumer, Heidi Schröck, Uwe Lützkendorf, Friedrich Aust oder gar eine message in a bottle.

2 KOMMENTARE

  1. alex sagt:

    wenn du nächstes jahr den trip nochmal wagst … würd ich mich breitschlagen lassen. :)

    die nummer mit der “roulade”… ich empfand das catering im allg. nie berauschend.

  2. @alex
    Ich könnte mir das nächstes Jahr durchaus wieder vorstellen… :-)
    Stimmt, das Catering ist gelegentlich ziemlich grenzwertig. Aber dafür ist es fast immer ausgesprochen teuer.

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