Ullrich mag (auch) keine Blogs. [Update]

Der SpON-’Besserwisseresser’ Ullrich Fichtner mag keine (Koch)Blogs und teilt uns dies, in einer Art Leif-Beitrag 2.0 ausführlich mit.

Das digitale Selbstgespräch ist ein Hobby, das mir seltsam fremd bleibt. Mir begegnen im Netz Menschen, deren Tagebücher dafür sprechen, dass sie sich für gebildeter als Siebeck, für witziger als Axel Hacke, für beseelter als Hape Kerkeling und für schlauer als Einstein halten. Das Problem ist nur: Sie sind es in aller Regel nicht.

Und die Hausfrauen-Seiten: Ich habe dort Anleitungen gefunden, step-by-step, mit Fotos, wie aus der Gewürzmischung für “Hackbällchen Toskana” eine Lage Hackbällchen Toskana herzustellen ist. Jetzt mal ganz offen gefragt: Spinnen die? Oder spinne ich?

Das ist tatsächlich die Frage. Oder um es auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen: Who cares?

P.S. Weinblogs werden selbstverständlich nur ganz am Rande erwähnt. Wir ahnen, mit welchem Ereignis.

[Update]

Apropos Relevanz. Heute findet sich im gleichen Organ, in der Rubrik Kultur (sic!), ein Beitrag vom Kollegen und ‘Hobbykoch Peter Wagner’ über ein Rezept für fränkische ‘Bratwürste mit Sauerkraut (Hauptgericht für 4 Personen)’ und ein paar ‘Küchenkniffe’ gegen die Flatulenz.
Wie meinte doch der Ullrich noch? ‘Es wird nicht mehr lange dauern, bis im Netz ‘Tipps & Tricks’ dafür zu finden sind, wie man Milch in einem Topf erwärmt. Oder wie man Butter auf eine Scheibe Brot streicht.’
Tja, so schnell kann’s gehen…

2 KOMMENTARE

  1. Alex sagt:

    Wenn ein Journalist nichts besseres zu tun hat als sich über Anfänger/Amateure lustig zu machen… Zeugt irgendwie von Arroganz. Er mag wohl recht haben, dass es viel unbrauchbare Sachen gibt in der Blogwelt, aber keiner zwingt ihn Sie zu lesen. Man muss auch mal sehen, dass Bloggen irgendwie die moderne Form des Smalltalk ist, mit viel Trial and Error. Auch keine Konkurrenz für Journalisten, sondern Ansporn es besser zu machen als die Blogger. Denn Copy/Pasten wird ja sofort entlarvt ;=) (durch Blogger versteht sich)
    Gruss

  2. Eben. Er hat ja teilweise nicht unrecht, macht aber auch nichts anderes als seine persönliche Meinung abzugeben.
    Solange man sich selbst nicht zu wichtig nimmt ist das auch Ok. Allerdings fehlt diese gesunde Selbstreflexion gelegentlich Bloggern und Journalisten gleichermaßen.

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