Der ‘Bordeaux-Krieg’ oder Wie ein Elefant zur Mücke wird

Es hat ja nett begonnen. Die Journalistin Andrea Exler hat auf WELT online einen Beitrag über Bordeaux-Winzer veröffentlicht der, sagen wir mal, nicht gerade vorbildlich recherchiert war. Der Journalist Mario Scheuermann hat auf einem seiner zahlreichen Blogs, nämlich Planet Bordeaux darauf reagiert und den Beitrag auseinander genommen.
Soweit, so gut. Was allerdings dann passierte ist sehr exemplarisch für den Umgang zwischen Journalisten im Allgemeinen und Bloggern (bzw. bloggenden Journalisten) im Besonderen.
Anstatt sich in einer offenen Diskussion mit dem Thema auseinanderzusetzen, wird in Kommentaren à la ‘Was ich auch schon immer mal sagen wollte…’ munter aufeinander eingeschlagen. Versuche einiger Weniger etwas Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen, verhallen ebenso ungehört wie die Behauptung das die Erde doch eine Scheibe sei.
Einen Krieg mit einer „Kampflinie zwischen den Wein- und Genussbloggern auf der einen und der Verbraucherjournalistin auf der anderen Seite“ (O-Ton M. Scheuermann) auszumachen ist ebenso albern, wie die Art von Frau Exler mit persönlichen Angriffen auf Sachkritik zu reagieren.
Und am Ende wird durch den vermeintlichen Gewinner, der sich (mal wieder) nicht zu schade ist die Blogger-Szene für sich zu instrumentalisieren, publicityträchtig auf dem ‘toten Pferd’ herumgeschlagen.
So bleibt am Ende (offenbar auch hier) nur ein fader Nachgeschmack von einem Sturm im Wasserglas.

2 KOMMENTARE

  1. Tim Rbg. sagt:

    Ich nehme an das man inzwischen auch mit Newslettern zu dem Thema flächendeckend zugespammt wurde?! Oder war die Frage schon wieder unanständig?

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