Wunder.

Mich wundert nicht, dass es Weinläden (plüs Feinkost) gibt, in denen kettenrauchende, unmanikürte Mittvierzigerinnen am Tresen und im ganzen Laden das Ambiente einer Dauerwurstfabrikation verbreiten. Mich wundert nicht, dass es anderen Tages lautstarke Exil-Rheinländer jedem Sehschwachen ermöglichen ohne Hilfe den Weg zum bewussten Tresen zu finden. Mich wundert nicht, dass man als Personal bei solchen Stammgästen gerne durch regelmäßige Abwesenheit glänzt. Mich wundert nicht, dass ich noch mehr Beispiele hätte. Mich wundert nicht, dass es potentielle Kunden gibt, die sich nicht auf meinem Leidensniveau bewegen und enttäuscht die Szenerie verlassen.
Mich wundert aber doch, dass dieser Weinladen, nach Angabe des – nach eigenen Angaben – führenden deutschen Weinmagazins, die beste Weinhandlung im ganzen Bundesland sein soll.

4 KOMMENTARE

  1. alex sagt:

    fehlt ein link? oder versteh ich was nicht?

  2. Charles B. sagt:

    Nee, es gibt leider keine Links. Außerdem ist der Laden in einem Kellergeschoss so gut ‘versteckt’, dass sich dorthin bestimmt keine Laufkundschaft verläuft.
    Der eigentliche Witz ist die Bewertung des Weinmagazins.
    Bei Bedarf gebe ich gerne nähere Auskünfte …

  3. WineDoc sagt:

    wenn ich nich ganz ramdösig bin, kenn ich den laden. deckt sich ungefähr mit meinen erfahrungen. die gehören doch zu einer kette?! gibt es erfahrungen in wieweit es anderorts aussieht?

  4. Charles B. sagt:

    @WineDoc
    In denen die ich kenne, gibt es zwar auch gewisse Tendenzen, da ist es sehr vom Personal abhängig. Aber zumindest haben die keinen Tresen …

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