Pigott und Johnson ‘08. Die neuen kleinen Strolche sind da.

Wenn sich der Herbst so langsam schon mal warm macht, ist es immer Zeit für ‘Stuart Pigotts kleiner genialer Weinführer‘ und ‘Der kleine Johnson‘ in neuen Ausgaben an den Start zu gehen.
Da beide im (etwas größeren) Westentaschenformat erscheinen, sind sie im Gegensatz zur Parker-Bordeaux-Bibel immer schön mitführbar. Aber muss man die beiden denn auch haben?
Pigotts Weinführer, der eher ein persönliches Wein-Notizbuch mit erfrischenden Anmerkungen ist, wurde eher sparsam verändert. Offenbar hat Mr. Pigott 2007 nicht viel Neues entdecken können. Es ist – gefühlt – mehr herausgeflogen, als hinzugekommen. Die Top-Neuigkeiten sind auf einer Seite zusammengefasst und der Rest wurde um die Angaben zur biologischen Erzeugung und der Lagerfähigkeit der Weine ergänzt. Wer auf diese Angaben keinen sonderlichen Wert legt und die 07er Ausgabe haben sollte, könnte es vielleicht im Regal stehen lassen. Allen anderen ist es natürlich wärmstens empfohlen.
Etwas anders sieht es mit dem kleinen ‘Johnson’ aus, auf ‘Reispapier’ gedruckt und so eng beschrieben, dass die Informationsmenge, vom Umfang her, der des New Yorker Telefonbuches entsprechen dürfte. Jede Menge Wein, von F wie Frankreich bis S wie Südafrika. Alle Angaben wurden auf den aktuellen Stand gebracht, auch wenn laut Karte Leipzig wohl für immer Teil des Weingebietes Saale-Unstrut bleiben wird. Dazu gibt es ein… naja, öhm… nettes Länder-Spezial Italien und endlich ein praktisches Register.
Wer die aktuelle Weinwelt immer in der Tasche haben will kommt um den Johnson’08 nicht herum.
Allerdings, während sich die Genialität von Pigotts Weinführer schon für Anfänger erschließt, kommt man beim ‘Johnson’ erst als Fortgeschrittener wirklich auf den Geschmack.

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