Spock. Die nächste Plage ist auf dem Weg.

Spuuu.

Big Brother würde sich die Hände reiben. Nach – höchstens – eher lästigen Web-Plagen wie SecondLife, MySpace oder StudiVZ, Blogs klammere ich natürlich bewusst aus, erwartet uns nun Spock. Nicht der mit den Ohren, sondern die ‘Wir wollen ein Profil von jedem Menschen dieser Welt anlegen’-Suchmaschine. Dies bedeutet genau, alles was über eine Person zu finden ist wird fein gesammelt. Falls es jemand, so wie Mario Scheuermann, nicht erwarten kann, darf man sich natürlich gerne vordrängeln und anmelden.
Was bei Stichworten wie ‘wine’ noch ganz nett ist oder bei ‘idiot’ witzige Treffer bringt, könnte bei ‘drunk driver’ schon anders aussehen. Spätestens dann, wenn man sich selbst in der Liste wieder findet.
So ist es vielleicht doch keine Paranoia, wenn man sich in Zukunft zweimal überlegt, was man denn so alles ins Internet stellt. Sonst wird aus Spock für manchen vielleicht schnell Schluck und Spuck…

11 KOMMENTARE

  1. Lieber bei spock.com mit einem ordentlichen Eintrag auffindbar sein als sich mit Tricks und Tücke in Rankings in die Höhe mogeln wie es seit geraumer Zeit einige kaum gelesene und wenig verlinkte deutschsprachige Weinweblogs bei der Seite local wine events tun. Bei spock.com kann man nicht zutreffende Tags immerhin löschen. Bei local wine events kann man leider nichts gegen die unredliche Publicity-Geilheit einiger Blogger unternehmen. Kehren Sie doch bitte erstmal vor der eigenen Haustür.

  2. Charles B. sagt:

    Vielen Dank, endlich mal ein Kommentar der die Sonne in meinem Herzen hat aufgehen lassen. Ich bekomme leider selten solch witzige Kommentare.
    Es ist natürlich jedem selbst überlassen, ob er vor versammelter Mannschaft die Hosen runter lässt, in der Meinung er hätte es jederzeit selbst in der Hand zu bestimmen was die Menge dann sehen kann oder was nicht. Ich wollte nicht abseits stehen und habe etwas augenzwinkernd ‘Respekt!’ gerufen. Mehr eigentlich nicht. Dass ich dabei auch ein ziemlich einsamer, kaum verlinkter und noch viel weniger gelesener Rufer in der Menge bin, ist mir schon klar, denn es gibt ja ehrbare Blogger die in regelmäßigen Abständen gerne darauf hinweisen.
    Aber die Wunde liegt offenbar viel viel tiefer. Beim Schwanzvergleich-Voting auf localwineevents.com.
    Glauben Sie mir, wenn es eine Möglichkeit gebe, würde ich gerne zur Seite treten um allen redlichen und publicityscheuen Bloggern, die frei von Tricks und Tücke sind, den Weg zum endgültigen Ruhm schnell freizumachen. Obwohl die Latte durch den, bestimmt ebenso redlichen… nennen wir ihn mal Wein-Schwarzenegger, schon sehr hoch gehängt wurde.
    Aber wie ich gerade sehe, werde ich ja so langsam nach hinten durchgereicht. Der Weg ist also nicht mehr fern bis zum endgültigen Erfolg des Guten.
    Dann kann man sich endlich mit den Gleichgesinnten aus der ‘großen’ PR-Gruppe im Sandkasten treffen und mit Kakao und selbstgeformten Kuchen den Sieg über die Stänkerfritzen aus der ‘kleinen’ Gruppe feiern. So lange jedenfalls, bis Frau Weinmüller zum Mittagsschlaf ruft.
    Sollte es wider erwarten doch nicht klappen, gäbe es noch die Möglichkeit der Gründung eines Vereins für geschädigte LocalWineEvents-Teilnehmer.
    So, jetzt muss ich vor meiner Haustür kehren bevor mir der Hausmeister wieder zuvor kommt.

    Achja. An alle, don’t feed the evil! Bitte NICHT für Weincasting bei localwineevents.com abstimmen!

  3. Tim Rbg. sagt:

    Spock.com würde ich vielleicht nicht ganz so kritisch sehen. Ich finde es ganz interessant, mal sehen wie sich das noch entwickelt.
    Aber es hat schon etwas Gschmäckle wenn ein selbst publicitygeiler Wein-Blogger andere deswegen anprangert und es gibt ein gutes Bild von dem was M.S. offenbar von anderen Bloggern hält. Oder ist das nur die weit verbreitete Weintrinker-Arroganz?

  4. Charles B. sagt:

    @Tim Rbg.
    Ich bin bestimmt ein selbstverliebter Egozentriker(Definition über Blogger vom Journalisten Thomas Leif), aber bestimmt nicht publicitygeil. Das müßte ich doch wissen.
    Alles weitere ist dann Ansichtssache…

  5. @Tim Tbg.
    M.S. hält sehr viel von Bloggern allerdings von anonymen Bloggern garnichts. Ich gehöre noch zu jener Generation von Journalisten, denen man als Volontär noch den Grundsatz beigebracht hat: anonyme Leserbriefe wanderen grundsätzlich ungelesen in der Papierkorb. Aber das ist lange her. Andere Zeiten, andere Sitten.

  6. Tim Rbg. sagt:

    @M.S.
    Richtisch, früher war alles viel besser. Damals gab es wenigstens noch eine Zensur.
    Es ist mir allerdings neu, das man selber einen Blog haben muss um einen Kommentar abgeben zu dürfen. Ich habe keinen. Werden meine Kommentare jetzt gelöscht?

  7. Charles B. sagt:

    @Tim Rbg.
    Nö, hier fliegt keiner raus solange er nicht rumspammt, sich selbst oder andere in Gefahr bringt und gewisse Grenzen in der Ausdrucksweise nicht unterschreitet. Gegebenenfalls habe ich ja noch eine E-Mailadresse. Gut, die muß auch nicht stimmen…
    Rumgelöscht wird höchstens bei Publikationisten der guten alten Schule, wie etwa beim Focus (siehe Link).
    Die Annahme von Mario Scheuermann Sie seien ein Blogger könnte aber daran liegen, dass es Stimmen gibt die behaupten Weinblogs würden ausschließlich von Weinbloggern gelesen. Etwas übertrieben zwar, aber vielleicht bestätigen die Ausnahmen ja die Regel.

  8. @Tim Rbg.
    Früher war keineswegs alles besser. Und das prinzipielle Ablehnen von anonymen Publikumsreaktionen hat mit Zensur nicht das Geringste zu tun. Man braucht kein eigenes Weblog, um seine Kommentare mit vollem Namen zu unterschreiben und eine gültige Email-Adresse zu hinterlassen. Dies sollte man aber tun, wenn man sich wertend oder abwertend über andere äussert. Ich stelle nur fest, dass ich das grundsätzlich so mache. Sie glauben darauf verzichten zu können und weincasting deckt Ihre Anonymität. Für mich ist das ganz einfach: unanständig. Nicht mehr und nicht weniger.

  9. @Charles B.
    Sie schreiben “Nö, hier fliegt keiner raus solange er nicht rumspammt, sich selbst oder andere in Gefahr bringt und gewisse Grenzen in der Ausdrucksweise nicht unterschreitet.” Einzige Ausnahme: weincasting selbst. Im Unterschreiten gewisser Grenzen der Ausdrucksweise sind Sie ein leuchtendes Vorbild.

    In einem Punkt haben Sie vermutlich Recht:: die meisten Weinweblogs werden wohl tatsächlich nur von Weinbloggern gelesen. Noch; denn langsam und allmählich beginnt sich die Szene zu professionalisieren und damit werden sich auch die Reichweiten ändern.

  10. Tim Rbg. sagt:

    @M.S.
    Wenn ich einen Kommentar abgeben will, muss ich in jedem Blog meine E-Mail angeben. Ich kenne aber keinen, bei dem die angezeigt wird. Wenn das unanständigt ist, sind aber eine Menge Blogs unanständig. Oder sind doch nur Kommentare unanständig die Ihnen nicht passen?

  11. Charles B. sagt:

    @Mario Scheuermann
    Leuchtendes Vorbild beim Unterschreiten gewisser Grenzen der Ausdrucksweise ist ein nettes Kompliment. Ich gehe halt gerne den direkten Weg, dass dies nicht jedem passt ist mir schon klar.
    Professionalisierung means Kommerzialisierung. Ich kann mir gut vorstellen, dass Ihnen das gefällt. Ob es allerdings den Lesern gefällt, immer mehr Blogs zu haben, deren Beiträge oft aus rein betriebwirtschaftlichen Motiven zustande gekommen sind, möchte ich mal bezweifeln. Aber das ist schon wieder ein ganz anderes Thema.

KOMMENTAR HINTERLASSEN

Sie müssen einglogged sein um einen Kommentar abgeben zu können.