2004 Schloss Proschwitz Spätburgunder Trocken [Weingut Prinz zu Lippe]

Proschwitz Spät

Es dürfte einfacher sein einen bloggenden Winzer zu finden, als einen sächsischen Wein. Letzteres gilt zumindest für alle Gegenden außerhalb Sachsens, in denen es an gut sortierten Weinhändlern mangelt. Und gilt dies für die sächsischen Weißweine im Allgemeinen und die sächsischen Rotweine im Besonderen. Es dürfte inzwischen leichter sein auf einen Château Mouton-Rothschild zu treffen, als auf einen roten Sachsen.
Und dies wird wohl auch nicht besser werden. Denn so langsam spricht es sich herum, dass es unter den sächsischen Rotweinen so manches Schätzchen gibt. So wie der hier, der Spätburgunder vom Schloss Proschwitz.
Ein kirsch-fruchtiger Wein, bei dem das Barrique schön dezent im Hintergrund bleibt. Nach einer ordentlichen Dosis Luft, entwickelt sich das ganz in Richtung Cassis und bleibt dabei kräftig, ohne angestrengt zu wirken.
Ich schließe mich da mal Mr. Johnson an: ‘Offene, süße Frucht, saftig und komplex. Very easy to enjoy.’ Respek, Brotha!
Der Preis von 22 Euro ab Weingut ist zwar trotzdem kein Schnäppchen, aber Schätzchen gibt es wohl doch nicht auf dem Wühltisch. Blöd nur, wenn das Weingut ratzekahl leer gekauft ist und einem nur noch so etwas wie, die mit dem Spätburgunder gut bestückte, Gourmet-Abteilung von Karstadt in Dresden bleibt. Und die wissen anscheinend um des Spätburgunders Qualitäten und haben offenbar bei der Preisgestaltung alle Hemmungen verloren, sodass man (Achtung! Stark dramatisiert!) ganz weit am Horizont schon die 30 Euro-Marke durchschimmern sieht.
Und sowas tut dann schon sehr weh …

[Gefunden bei… Karstadt, Dresden.]

Song zum Wein:
Prince – ‘Sexy M.F.’
Reinhören (und wie?) bei:
Prince - Prince - Sexy M.F.

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