aspekte: “Meisterwerke der modernen Kochkunst”, Teil1.

Als erstes Kulturmagazin nimmt die ZDF-Sendung “aspekte” Kochkunst beim Wort – und liegt damit im Trend. Es geht nicht um Kochvergnügen und auch nicht um Luxus, sondern um Ästhetik, also um Stil und Struktur, um die Textur von Gerichten und die Sensorik des Essens.

Wir machen mal in Richtung Ferran Adriá, nur etwas anders. Interessant. Kein Lafer!Lichter!Lecker!-Kochduell? Sehr gut. Soweit die Theorie.
In der Praxis trapierte 3-Sterne-Koch Joachim Wissler einige verloren wirkende Arrangements um ein St. Petersfisch Filet herum, um anschließend mit Autor Jürgen Dollase den Versuch zu starten, uns die Sache auf intellektuell-kultureller Ebene schmackhaft plausibel zu machen.
Leider ging das daneben, denn während man nie wirklich folgen konnte, geschweige den Sinn des Ganzen begriff, drehte sich der Teller mit dem vor sich hin erkühlenden Fisch. Kochen ohne kochen. Essen ohne essen. Genießen ohne Genuss. Gleich Kultur?
Selbst für mich, der von sich behauptet dem Philosophisches Quartett mit Peter Sloterdijk relativ flüssig folgen zu können und ein ausreichendes Verständnis für Ästhetik zu besitzen, blieb vom Beitrag nur ein Gedanke übrig: kalter St. Petersfisch.

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